Energiewende sorgt für Stromüberschüsse

Trotz der Abschaltung von ach Atomkraftwerken exportierte Deutschland 2012 überdurchschnittlich viel Strom ins Ausland. Der historische Höchstwert von 2008 könnte sogar übertroffen werden.

Seit Fukushima wettern Gegner der Energiewende gegen das Abschalten von Atomkrafwerken. Mit Erfolg: In einer Umfrage der Bild wünschten sich 65 Prozent der Befragten die Kernkraft zurück. Ein Bericht in der Badischen Zeitung zeigt nun, dass Deutschland bereits heute vom Atomausstieg profitiert.

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17 Millarden Kilowattstunden Strom-Überschuss

Laut Berechnungen des Freiburger Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) überstiegen die Stromausfuhren die Stromimporte seit Jahresbeginn um rund 17 Milliarden Kilowattstunden. Das entspricht der Produktionsmenge von zwei Atommeilern oder drei mittelgroßen Kohlekraftwerken. Größte Abnehmer sind die Niederlande, die Schweiz und Österreich.

Atom und Kohle teurer als Öko-Strom

Gegenwind bekommt die Atom-Lobby auch von Seite des Forums Ökologisch Soziale Marktwirtschaft (FÖS). Das hat gezeigt, dass der Verbraucher für Kohle- und Atomstrom unterm Strich mehr bezahlt als für Öko-Strom.

Sowohl Kohle als auch Kernkraft wurden über Jahrzehnte vom Steuerzahler subventioniert, sagte Jochen Falsbarth, Präsidetn des Umweltbundes gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Diese hohen Ausgabe seien nur nicht aufgefallen, weil die Kosten nicht auf der Stromrechnung auftauchten, so Falsbart.

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