Fraunhofer Forscher entwickeln Super-Batterie

Das Fraunhofer Institut meldet einen spektakulären Erfolg: Batterien mit 10-fach höherer Leistung könnten die Energiewende bald vorantreiben.

Forschern aus Oberhausen ist ein großer Schritt bei der Entwicklung leistungsstarker Batterien gelungen: Statt wie bisher nur 2,3 Kilowatt kann Ihr neu entwickelter Prototyp nun 25 Kilowatt Leistung liefern. „Die Technik ist marktreif“, so Jens Burfeind, Leiter des Fraunhofer Forschungsteams des Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik („Umsicht“) gegenüber der Neuen Ruhr Zeitung. Nun gehe es darum, die Batterien auf die Massenfertigung einzustellen.

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Strom auch bei Nacht und Windflaute

Die Batterien besitzen einen Wirkungsgrad von bis zu 80 Prozent. Das komplett neue Design der Batterien wollen die Forscher kontinuierlich weiterentwickeln. Am Ende sollen die Batterien unter anderem Haushalte mit Strom versorgen. Das ist besonders wichtig für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Deren Produktion ist witterungsabhängig. In Zeiten mit erhöhtem Energiebedarf und wenig Stromproduktion könnten die neuen Batterien als Puffer dienen.

Mehr Unabhängigkeit in der Elektromobilität

Wegen leistungsarmer Batterien müssen Besitzer von Elektro-Autos oder E-Bikes bisher genau planen, wann sie an einer Ladestation ankommen. Ein vollgeladenes E-Auto schafft bisher durchschnittlich 150 bis 250 Kilometer – zu wenig für große Ausflüge ohne enges Netz an Ladestellen. Mit leistungsfähigen Batterien kann die Praxistauglichkeit von E-Mobility-Fahrzeugen schon bald gewährleistet sein. Nachdem der Verkauf von E-Autos in den letzten Jahren nur schleppend vorankam, scheint das Ziel von einer Million E-Autos nun wieder in greifbarer Nähe.