Klimawandel bedroht Welternährung

Auf gleich zwei Konferenzen in Dublin diskutieren Experten seit diesem Montag eine Frage: Reichen die Nahrungsmittel trotz Klimawandel aus, um die Weltbevölkerung in Zukunft zu ernähren?

Wie wirkt sich der Klimawandel auf die globale Nahrungsproduktion aus? Reichen die produzierten Nahrungsmittel langfristig aus, um die gesamte Bevölkerung zu ernähren? Und was kann man gegen die zunehmende Unterernährung unternehmen? Auf diese Fragen suchen hunderte Experten auf zwei internationalen Konferenzen in Dublin seit Montag Antworten.

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Verdopplung der Lebensmittelpreise bis 2050

In einem Vorbericht zur Konferenz schlagen die Experten Alarm: Bis 2050 prognostizieren sie ein Bevölkerungswachstum um rund zwei Milliarden Menschen. Dieser Wachstum wird Berechnungen der Vereinten Nationen zufolge hauptsächlich in den Entwicklungsländern stattfinden.

Um ein Hungern der wachsenden Weltbevölkerung zu verhindern, müsste die Nahrungsmittelproduktion bis 2050 um 60 Prozent steigen. Aufgrund der globalen Erwärmung sehen die Experten die globale Nahrungsmittelproduktion jedoch bedroht.

Zwar ist die Nahrungsmittelproduktion zwischen 1980 und 2008 gestiegen, doch ließen Klimawandel und damit verbundene Katastrophen den Ertragsanstieg vergleichsweise gering ausfallen. Experten vermuten bis 2050 eine Verdopplung der Lebensmittelpreise. Dies werde vor allem in den Entwicklungsländern zu zunehmender Verarmung und Unterernährung führen.

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