Regierung scheitert bei Gebäudesanierung

Nach langen Verhandlungen sind die Pläne der Bundesregierung zur Förderung der energetischen Sanierung gescheitert. Der Grund: Die Länder fürchten zu hohe Steuerausfälle.

Die Pläne der Bundesregierung, die energetische Gebäudesanierung durch steuerliche Entlastungen voranzutreiben, sind offenbar am Widerstand der Länder gescheitert. Dies berichtete die Financial Times Deutschland gestern unter Berufung auf Regierungskreise

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Statdessen wolle die Regierung den Hausbesitzern für energetische Sanierungen einen Zuschuss zahlen, so die Zeitung. Dafür sollen ab 2014 für acht Jahre jeweils 300 Millionen Euro bereitgestellt werden. Regierungssprecher Steffen Seibert verwies jedoch darauf, die Pläne seien noch im Vermittlungsausschuss.

Länder sperren sich gegen Pläne

Ursprünglich hatte die Regierung Steuererleichterungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro für energetische Sanierungsmaßnahmen geplant. Da die Länder jedoch hohe Einnahmeverluste fürchteten, wehrten sie sich gegen diese Regelung. Auch einen Kompromissvorschlag, die Erleichterung auf eine Milliarde zu senken, lehnten sie ab.

Die energetische Gebäudesanierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende: Der Gebäudesektor gilt für einen großen Teil der CO2-Emissionen als verantwortlich. Die Regierung will aus diesem Grund die Sanierungsrate von jährlich einem Prozent auf zwei Prozent verdoppeln.

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