Wind mit wenig Lärm

Die Arbeitsgruppe Umweltpsychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Deutsche Windenergie-Institut haben die Geräuschkulisse von Winparks unter die Lupe genommen.

Psychologie für Windparks

Die Geräusche von Windparks stören weniger als angenommen, so eine Studie der Arbeitsgruppe Umweltpsychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Gemeinsam mit dem Deutschen Windenergie-Institut (Dewi) haben die Wissenschaftler von 2011 bis 2014 im niedersächsischen Wilstedt Wirkungen des örtlichen Windparks unter stresspsychologischen und akustischen Aspekten analysiert. 200 Anwohner wurden über mehr als zwei Jahren wiederholt befragt, ob, wann und wie sich der Windpark auf ihren Alltag, ihren Schlaf und andere körperliche und psychische Bereiche auswirkt.

Nicht jedes Geräusch stört gleich stark

Das Ergebnis: 10% der Befragten fühlten sich durch die Geräusche stark belästigt. Bis zum Ende der Untersuchung nahm die Zahl derjenigen, die wegen der Anlagen unter geräuschbedingten Stressbeschwerden wie Schlafproblemen oder Ärger und Gereiztheit litten, auf 7% ab. Die Nähe der Wohnung zum Windpark hatte keinen größeren Einfluss auf die Wahrnehmung. Die Anlagen wurden nachts und bei bestimmten Windrichtungen störender wahrgenommen als in anderen Situationen. Als besonders lästig wurden Geräusche mit schwankendem Pegel empfunden.