Windkraft muss günstiger werden

Die weltweiten Investitionen in Windenergie steigen, doch die Branche steht vor großen Herausforderungen: Der Bau der Offshore-Parks ist zu teuer und zu ineffizient.

Europa verfolgt ambitionierte Klima- undEnergieziele: Im Jahr 2020 soll ein Drittel des europäischenStrombedarfs aus Erneuerbaren Energien stammen. Dabei spielt dieOffshore-Windenergie eine wesentliche Rolle. In einer neuen StudieOffshore Wind toward 2020 – On the Pathway to Cost Competitivenessgehen die Experten von Roland Berger Strategy Consultants davon aus,dass europäische Windräder im Jahr 2020 40 GW Strom produzieren.

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Windkraft noch konkurrenzfähig?

Doch die Branche steht vor wichtigen Herausforderungen: Denndie Windparks werden immer größer, sind weiter entfernt von denKüsten und werden in tieferen Gewässern gebaut. Das macht den Bau von Anlagen teurer und komplexer. Um gegenüber anderenEnergieformen wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die Offshore-Industriedie Energiegewinnungskosten deutlich reduzieren.

Gelingt es, die Kosten bis 2020 um 30 Prozent zu reduzieren, lässt sich ein durchschnittlicherPreis von 9 Cent/kWh für die Offshore-Windenergie erreichen. Dafürsind jedoch technische Innovationen, neue Finanzierungsmodelle sowie stabilepolitische Rahmenbedingungen notwendig.

Kosten senken bei Bau und Wartung von Offshore-Parks

Ein Viertel der Baukosten für einen Windpark schlucken die Turbinen. Wartung und Instandhaltungbilden den größten Kostenblock (im Schnitt 28%). Hier gilt es günstiger zu werden: GrößereWindturbinen, neue Fundamentvarianten, eine effizientere Fertigungder Anlagen in Kleinserien sowie spezielle Errichtungsschiffe spieleneine wesentliche Rolle, sagt Roland Berger-StrategeWeber.

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Großprojekte wie Offshore-Windparks setzen bei den beteiligtenUnternehmen eine entsprechende Kapitalstärke und einen langen Atemvoraus: Sieben bis zehn Jahre dauert die Projektentwicklung für einenWindpark – von der Planung über die Genehmigung und Finanzierung bishin zur Fertigstellung der Anlage. Derzeit müssen Unternehmen, diein Offshore investieren, noch vergleichsweise hohe Risiken auf sichnehmen, sagt Weber. Mit entsprechenden Anpassungen könnte sich das in den kommenden Jahren ändern.