Heizen & Lüften zum Wohlfühlen

Richtiges Lüften im Eigenheim bedeutet für viele immer noch das gekippte Fenster. Doch das ist Energieverschwendung pur. Durch die verstärkte Auskühlung der Fensterrahmen und Umgebungswände verbraucht man nicht nur mehr Energie und treibt damit die Heizkosten in die Höhe, sondern erhöht zudem das Schimmelrisiko.Kurzes Stoßlüften bei weit geöffneten und idealerweise gegenüberliegenden Fenstern sorgt dagegen für den optimalen Luftaustausch. Lüften in den Sommermonaten kann an kalten Bauteilen für Schwitzwasser sorgen. Deshalb zum Beispiel den Keller im Sommer am besten wenig oder in den kühlen Morgenstunden lüften.

Wann bringt Lüften den besten Effekt?

Im Schlafzimmer sollte am besten nach dem Aufstehen gelüftet werden. Damit wird die Feuchtigkeit, die sich durch die Nacht angesammelt hat wieder nach außen abgegeben. Im Bad ist Lüften nach einer Dusche oder einem ausgiebigen Bad besonders zu empfehlen, um die Feuchtigkeit auf Normalniveau zu bringen. In der Küche sollte nach jedem Kochen ausgiebig gelüftet werden. Wer Wäsche in der Wohnung trocknet, sollte hier besonders auf regelmäßiges Lüften achten. Nasse Wäsche gibt etwa 500 Milligramm Feuchtigkeit pro Stunde an die Umgebung ab. Mehr Feuchtigkeit entsteht nur beim Duschen mit bis zu 2.500 Milligramm.

Balsam für das Haushaltsgeld kann cleveres „Wärmemanagement“ werden: Schon eine 1 Grad geringere Zimmertemperatur spart bei den Heizkosten etwa 6 Prozent. Empfohlene Werte sind 16 Grad (Schlafzimmer, Gästetoilette), 18 Grad (Küche), 20 Grad (Wohnzimmer, Kinderzimmer) und 22 Grad im Badezimmer). Jeder Raum sollte mit einem Thermometer mit Hygrofunktion ausgestattet sein, um große Schwankungen möglichst schnell ausgleichen zu können.

Nachtabsenkung spart bares Geld

In der Nacht sollten Sie nach Möglichkeit die Raumtemperatur auf eine noch als behaglich empfundene Temperatur absenken. Das spart bares Geld und schont das Klima und die Umwelt. Heruntergelassene Rollläden und zusammengezogene Vorhänge erhöhen die Energieeffizienz. Aber achten Sie darauf, dass Gardinen oder Vorhänge keine Thermostate verdecken, da sonst eine optimal geregelte Raumtemperatur nicht mehr gewährleistet ist. Optimal gedämmte Außenwände verhindern Wärmeverluste und führen bei gleicher Lufttemperatur zu höheren Temperaturen.

Wartung erhöht Energieeffizienz

Für Hauseigentümer lohnt es sich nicht, am falschen Ende zu sparen. Wer seine Heizungsanlage nicht regelmäßig von einem Fachmann warten lässt, spart unter dem Strich nichts ein. Ein unbemerkt verschmutzter Heizkessel liefert eine schlechtere Wärmeausbeute als ein gut gewarteter. Eine Überprüfung der Anlage spätestens alle 2 Jahre schützt vor Wärmeverlusten. Viele Installateurbetriebe bieten beim Kauf einer Anlage einen regelmäßigen Wartungsservice mit an.

Sind die Vorlauftemperaturen zu hoch gewählt, wird möglicherweise mehr Energie bereit gestellt als am Ende genutzt wird. Deshalb sollten diese zunächst möglichst gering gehalten werden, bei Bedarf kann bequem nachgeregelt werden. Flächendeckende Isolation beugt unnötigen Wärmeverlusten vor Gerade die vom Heizkessel abgehenden Rohre müssen optimal isoliert sein. Wer hier an Isoliermaterial spart, wird sich bei der Heizkostenabrechnung wundern. Selbst schmale Schlitze heizen Kellerdecken und -wände.

Unser Extra-Tipp zum Energiesparen:

Wer alte Heizungsanlagen auch nach Jahrzenten noch in Betrieb lässt, hat im Vergleich zu einer modernen Heizungsanlage einen um bis zu 40% höheren Energieverbrauch. Die Investition in eine neue Anlage kann sich doppelt lohnen: Die KfW-Förderamt (kfw-foerderbank.de) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de).