Repair-Cafes: Ruckzuck repariert!

Kaum ist die Garantiefrist vorbei, gibt der Wasserkocher seinen Geist auf. Zufall oder „geplante Obsoleszenz“, wie Medien derzeit oft berichten? Gemeint ist damit, dass Hersteller die Lebenszeit ihrer Geräte bewusst verkürzen, um schneller neue Ware zu verkaufen. Vorgekommen ist das tatsächlich schon. In den 20er-Jahren sprach sich das sogenannte Phoebus-Kartell ab, die Lebensdauer seiner Glühbirnen auf tausend Stunden zu begrenzen.

Reparieren und sparen

Auch wenn sicher nicht alle Unternehmen ein Verfallsdatum in ihre Produkte einbauen: Fakt ist, dass Reparaturen oft unangemessen teuer sind und sich deshalb meist nicht lohnen. Da hilft nur noch selbst reparieren! Doch was machen, wenn das Know-how fehlt? In Repair- oder Reparatur­Cafés finden Laien schnell Hilfe zur Selbsthilfe. Zu den ehrenamtlich organisierten Treffen bringen Besucher ihre defekten Geräte oder Alltagsgegenstände mit. Experten vor Ort erklären, wie Stuhlbeine ersetzt, Handyakkus ausgetauscht und Staubsauger wieder fit werden. Werkzeug und Material dafür sind an Ort und Stelle vorhanden.

Die Teilnehmer können allein oder zusammen die Geräte reparieren. Experten wie etwa Tischler, Schneider, Elektriker oder Fahrradmechaniker helfen, wenn’s klemmt. Die Reparaturcafés verstehen sich auch als Treffpunkte Gleichgesinnter, die bei einer Tasse Tee oder Kaffee über ihre Reparaturprobleme plaudern können. Tipps zum Reparieren und Heimwerken finden Besucher auch in Büchern in der Leseecke.

So finden Sie ein Repair-Café in Ihrer Nähe

Repair-Cafés sehen sich der Tradition der Nachhaltigkeit verpflichtet. Zur Herstellung neuer Geräte sind Ressourcen und Energie erforderlich. Die Reparatur alter Geräte erspart der Umwelt den unnötigen Verbrauch von Rohstoffen und Energie sowie klimaschädliche CO2-Emissionen. Die Organisatoren der Reparaturtreffs wollen den Spaß am Reparieren, Selbstmachen und an Technik wecken. Und Geld spart ein Besuch außerdem!

Die Adresse des nächsten Reperaturcafés in Ihrer Nähe finden Sie hier.