Elektromobilität und Smart Home

Menschen, die in einem intelligent vernetzten Haus wohnen, sollten unbedingt ein E-Mobil fahren. Denn der Akku des Autos könnte ihnen als dezentraler Stromspeicher dienen. Produziert die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach bei bestem Wetter reichlich Sonnenstrom, dann fließt dieser in den Akku des E-Mobils. Damit könnte man gleich losfahren. Oder man speist den Strom immer dann, wenn man ihn braucht, aus dem parkenden Auto wieder zurück ins Haus, zum Beispiel bei schlechtem Wetter.

Praxistest erfolgreich

Wirtschaft und Wissenschaft haben das zwischen 2009 und 2012 beim Gemeinschaftsprojekt „MeRegio“ am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in einem Smart Home-Modellhaus getestet. Was im Kleinen funktioniert, klappt auch im Großen: Je mehr wetterabhängig produzierte Erneuerbare Energien ins Stromnetz eingespeist werden, desto mehr wird auch der Bedarf der Energieversorger selbst (und die Strompreise!) schwanken. Um das auszugleichen, könnten sie in Hochlastzeiten zusätzlich Strom aus privaten Auto-Akkus beziehen und diese nachts wieder laden. Auch diese Idee wird im Forschungsprojekt erprobt.