Textilien: „Bio“ statt Schadstoffe

In den Industrieländern entscheiden sich immer mehr Verbraucher für nachhaltigen Konsum und gesunde Lebensmittel. Bei den Textilien ist dieser Trend noch nicht so ausgeprägt. Obwohl der Anteil von Bio-Baumwolle seit Jahren wächst, liegt er bis jetzt nur bei einem Prozent der Gesamtmenge, meldete kürzlich die amerikanische Non-Profit-Organisation Textile Exchange. 242.000 Tonnen Bio-Baumwolle wurden im letzten Jahr produziert.

Achtung, Pestizide!

Der relativ geringe Umsatz ist erstaunlich, weil jeder Warentest wie zum Beispiel von T-Shirts zeigt, wie viele Schadstoffe herkömmliche Baumwoll-Textilien enthalten, von Pestizid-Rückständen bis hin zu Formaldehyd. Das ist zum Teil auf den Anbau zurückzuführen, bei dem Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger eingesetzt werden, teils auf das Färben mit gesundheitsschädlichen Chemikalien. Bio-Baumwolle ist für Mensch und Natur viel bekömmlicher. Laut Ökoinstitut Freiburg setzt die Produktion eines T-Shirts aus Bio-Baumwolle ein Kilo CO2 frei, die Herstellung eines T-Shirts aus konventionell angebauter Baumwolle dagegen vier bis sieben Kilo CO2. „Bio“ kostet mehr, dafür haben Sie aber länger Freude dran.