Was ist ein Niedrigenergiehaus?

Die Energieeinsparverordnung legt nur den energetischen Mindeststandard von Neubauten fest. Wirklich energiebewusst baut nur, wer ihn übertrifft.

Wer heute ein neues Haus baut muss zwangsläufig die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) einhalten. Diese besagt, dass ein Niedrigenergiehaus den Mindeststandard bildet, den Neubauten im energetischen Sinne zu erfüllen haben.

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Wer was verbraucht

Ein Einfamilienhaus verdient diesen Namen, wenn es einen deutlich reduzierten Heizwärmebedarf aufweist. Konkret darf der Heizenergieverbrauch 70 kWh pro Jahr nicht übersteigen. Oder anders ausgedrückt: In einem Jahr darf es pro Wohnflächenquadratmeter nicht mehr als 7 Liter Heizöl oder 7 m³ Erdgas verbrauchen. Ein „Drei-Liter-Haus“ verbraucht theoretisch nur drei Liter Heizöl – oder 2,9 Kubikmeter Erdgas oder 34 kWh Strom – pro qm Nutzfläche jährlich. Das ist schon sehr sparsam. Der tatsächliche Verbrauch hängt allerdings nicht nur von der Bauweise, sondern auch vom Verhalten der Bewohner ab. Bei Passivhäusern genügen in der Regel etwa 15 kWh, um den Wärmebedarf zu decken: Sie kommen also fast ohne Heizung aus. Dieser niedrige Wert wird erreicht durch eine extreme Dämmung der Gebäudehülle, Wärmeschutzverglasung der Fenster mit gedämmten Rahmen und durch Lüftungsanlagen mit effizienter Wärmerückgewinnung.