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Technologie und Umwelt

Schwitzen für Strom

Tattoos sind im Trend und jetzt können sie sogar mehr als nur gut aussehen. Die neue Generation der Körperbilder erzeugt Energie.

Beim Joggen die Energie für den MP3-Player selber erzeugen – das klingt wie Zukunftsmusik, ist aber möglich. Forscher haben ein aufklebbares Tattoo erfunden, das Strom erzeugen kann und nebenbei auch noch die Trainingsergebnisse seines Träger überwacht. Wie das funktioniert? Mit einer winzig kleinen Biobatterie.

Wie fit bin ich?

Das neue Produkt war eine Zufallsentdeckung. Eigentlich wollten die Forscher an der University of California in San Diego einen Sensor entwickeln, der den Laktatgehalt im Schweiß misst. Laktat erzeugt der Körper bei starker Belastung, und es zeigt an, wie trainiert ein Sportler ist. Bisher konnten nur Bluttests den Laktatgehalt bestimmen. Dank der Arbeit der Forscher sind Spritzen jetzt überflüssig geworden. Damit war der Job der Wissenschaftler im Team von Joseph Wang eigentlich erledigt. Doch sie fanden bei ihren Untersuchungen ganz nebenbei heraus, dass bei dem Test Energie entsteht.

Körpereigene Energie

Der winzige Sensor in dem Tattoo enthält ein Enzym, das dem Laktat Elektronen entzieht. So entsteht Strom. Je mehr Laktat der Körper produziert, desto stärker ist die Strömung. Das heißt: größere Anstrengung, höhere Wattzahl. Im Moment ist das Produkt allerdings noch nicht marktreif. Aber die Wissenschaftler arbeiten daran. In den kommenden Jahren soll das Tattoo auf den Markt kommen.

Wearables sind die Zukunft

Das kalifornische Tattoo ist nur ein Beispiel für die Welt der Zukunft. Denn Wissenschaftler und Erfinder arbeiten fieberhaft daran, dass Technologie sich besser in das menschliche Leben integrieren lässt. Ein Beispiel dafür ist Kleidung mit eingenähten flexiblen Solarzellen oder Schmuck, der die Herzfrequenz misst.


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