Alles über Lebensmittel

Wie schmeckt das eigentlich, wozu passt"s und wo gibt es das? Hier finden Sie alles zu den Produkten, mit denen wir in der Rubrik Leben&Genießen kochen.

Bärlauch

Das erste Produkt unserer Serie ist das Bärlauch – ein Wildkraut, das schon die alten Römern schätzten und nun von der modernen Küche neu entdeckt und interpretiert wird. Das Liliengewächs, ein Verwandter des Knoblauchs, wächst in Laubwäldern, an Flussufern oder auf schattigen Wiesen. Die hellgrünen Blätter schmecken scharf und frisch zugleich und können entweder als Gewürz oder als Gemüse verwendet werden. Besonders lecker schmecken sie in Soßen, Dips, Suppen und als Pesto.

Bärlauch ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen wie Magnesium und Eisen. Ihm wird eine heilende Wirkung auf die Darmflora und die Blutgefäße nachgesagt. Medizinisch verifiziert ist seine antibakterielle und antivirale Wirkung – das Kraut lindert Erkältungen, Fieber und Husten.

Erntezeit ist das Frühjahr, von März bis Mai. Schneiden Sie pro Staude nur ein bis zwei Blätter mit einer Schere oder einem scharfen Messer ab – so kann sich die Pflanze leichter erholen. Dann rasch verzehren, Bärlauch hält sich nicht so lange. Beim Sammeln bitte ganz genau hinschauen: Das Kraut hat zwei giftige Doppelgänger: Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Wenn Sie sich nicht sicher sind, reiben Sie an dem Blatt. Riecht es nach Knoblauch, dann ist es Bärlauch. Riecht es nach nichts, lassen Sie die Pflanze lieber im Wald stehen und peilen sie den nächsten Supermarkt an. Mittlerweile gibt das Wildkraut nämlich auch in vielen Läden zu kaufen.