Das geteilte Auto kommt an

Immer mehr Menschen nutzen Carsharing. Dank eines neuen Gesetzes könnten es noch mehr werden.

Das eigene Auto abschaffen und lieber mit anderen Leuten einen Wagen teilen – immer mehr Menschen nutzen dieses Angebot. Am 01.01.2017 waren gut 1,7 Millionen Kunden bei deutschen Carsharing-Anbietern registriert. Das ist ein Plus von 36 Prozent gegenüber 2015, teilt der Bundesverband CarSharing e.V. mit. In fast 600 Orten können sich Kunden nun ein Auto teilen, das sind 60 Städte und Gemeinden mehr als im Vorjahr. „In innenstadtnahen Wohngebieten ersetzt ein CarSharing-Fahrzeug heute bis zu 20 private Pkw“ rechnet Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbands CarSharing e.V., vor.

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Auslastung wächst

Besonders Free-Floating-Angebote kommen gut an. Beim Modell Free-Floating steht der Mietwagen nicht an einer festen Station, sondern kann von den Nutzern per Handy geortet und und nach Gebrauch an einem beliebigen Ort innerhalb einer festgelegten Zone abgestellt werden. Das ist vor allem für kurze Strecken im Stadtverkehr interessant.

Die Zahl der Carsharing-Fahrzeuge wuchs insgesamt um 6,8 Prozent auf 17.200 Fahrzeuge. Damit stieg die Flottengröße weit weniger stark an als die Zahl der Kunden. Das bedeutet, die Autos sind besser ausgelastet. Rein rechnerisch produzieren sie damit weniger CO2.

Förderung durch die Politik

In diesem Jahr hoffen die Anbieter auf weiteren Zuwachs durch das im Dezember im beschlossene Carsharing-Gesetz. Mit diesem Gesetz, das voraussichtlich im September in Kraft tritt, sollen Städte und Gemeinden die Möglichkeit haben, Carsharing zu fördern. Zum Beispiel durch kostenlose Parkplätze oder reservierte Stellflächen.

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