Lego macht Wind

Das weltbekannte Unternehmen Lego deckt seinen Energiebedarf von nun an zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.

Nach vier Jahren und einer Investition von rund 800.000 Euro in zwei Offshore-Windparks hat die Lego Gruppe ihr Ziel erreicht, 100 Prozent ihres Energiebedarfs mit Energie aus erneuerbaren Ressourcen zu decken. Grund dafür war der Erwerb eines Anteils von 25 Prozent am soeben in Betrieb gegangenen Offshore-Windpark Burbo Bank Extension vor der Küste Liverpools in Großbritannien. Er versorgt von nun an 230.000 britische Haushalte mit Ökostrom.

Windpark aus der Spielzeugkiste

Um das zu feiern, baute das Unternehmen die bislang weltweit größte Windanlage aus Lego-Steinen und erzielte damit einen Guinness-Welt-Rekord. Der Windpark besteht aus insgesamt 146.000 Steinen und ist 7,5 Meter hoch. Das Bauwerk soll an die 200 Meter hohen Windanlagen von Burbo Bank Extension erinnern, in dem sich die weltweit größten Windräder drehen. Ab Sommer 2017 kann die Lego-Windanlage im Legoland Windsor Resort in Großbritannien besichtigt werden. „Zusammen mit unseren Partnern wollen wir auch weiterhin in erneuerbare Energien investieren und so eine bessere Zukunft für die Baumeister von morgen schaffen“, sagt Bali Padda, CEO der Lego Gruppe.

Die Zukunft im Blick

Um Kinder dazu zu inspirieren, sich selbst für die Umwelt einzusetzen, hat Loego hunderte von Kindern aus Liverpool und Umgebung sowie über eine Million Kinder aus dem sozialen Netzwerk Lego Life zu einem Bauwettbewerb eingeladen. Die Kids sollen ihrer Phantasie dabei freien Lauf lassen und kreative Lösungen für erneuerbare Energien entwickeln, die Wind in Energie umwandeln können. „Für uns sind Kinder echte Vorbilder und während wir als Unternehmen daran arbeiten, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern möchten wir zugleich Kinder auf der ganzen Welt dazu inspirieren, sich selbst in Umwelt- und Sozialthemen einzubringen, erklärt Bali Padda. Als Teil dieser Aktivitäten haben Kinder auf der ganzen Welt die Möglichkeit, der Planet Crew beizutreten und an einer Mission zum Schutz des Planeten für zukünftige Generationen teilzunehmen. Dort können sie sich auch über die für sie wichtigsten Fragen rund um soziale Verantwortung austauschen.

75 Milliarden Steine im Jahr

Die Energieleistung, die die Gruppe mit ihren Investitionen in erneuerbare Energien generiert, ist nun höher als der weltweite Energiebedarf aller Lego-Produktionsstandorte, Geschäfte und Bürogebäude. 2016 verbrauchte der Konzern 360 Gigawattstunden Energie, um die 75 Milliarden Lego-Steine herzustellen, die weltweit über das Jahr verkauft wurden. Das Ziel, 100 Prozent des eigenen Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien zu decken, entstand aus der Partnerschaft mit dem Climate Savers Programm des WWF.