Erdgas: Sicherheit im Haus

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte seine Gasinstallation regelmäßig überprüfen. Denn: Ab der Hauptabsperreinrichtung des Erdgas-Hausanschlusses sind Eigentümer und Mieter selbst für Leitungen, Erdgasgeräte und Verbrennungsluftöffnungen verantwortlich. Eine jährliche Sichtkontrolle sorgt dafür, dass die Anlage intakt bleibt und wirtschaftlich arbeitet. Solch eine Hausschau kann jeder selbst vornehmen – das geht schnell, technischeVorkenntnisse sind nicht nötig.

So bleibt Ihre Gasanlage intakt

Begutachten Sie Erdgasgeräte und -leitungen einmal pro Jahr von außen. Eine Broschüre des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), die Sie bei Ihrem Heizungsinstallateur erhalten, erleichtert die Sichtkontrolle. Darin sind zehn Kontrollaufgaben aufgeführt wie etwa, ob die Absperreinrichtungen frei zugänglich oder die Gasleitungen in Schuss sind. Einfach die Liste durchgehen. Können Sie nicht alle zehn Fragen mit „Ja“ beantworten, sollten Sie die Schwachstelle umgehend von einem Fachmann beseitigen lassen. Alle zwölf Jahre müssen Eigentümer und Mieter ihre Erdgasleitung von einem eingetragenen Fachbetrieb auf Gebrauchsfähigkeit und Dichtheit überprüfen lassen

So erkennen Sie Gasgeruch

Energie-Tipp

Erdgas ist von Natur aus geruchlos, deshalb mischen ihm Energieversorger einen unverwechselbaren Duftstoff bei. Selbst kleinste Erdgasmengen in der Luft nimmt die Nase sofort wahr. Als Duftstoff dient seit Jahren Tetrahydrothiophen, das wegen seines Schwefelgehalts den Geruch fauliger Eier verströmt. Schwefelfreies Erdgas wird seit 2001 mit dem Duft Gasodor S-Free gekennzeichnet. Dieser Warngeruch riecht nach Lösungsmitteln oder Klebstoff.Er ist so ungewohnt und unangenehm, dass ihn die meisten Menschen mit Gefahr verbinden. Wenn Sie den typischen Warngeruch Ihres Erdgases nicht kennen, fragen Sie im Servicecenter Ihrer Stadtwerke nach einer kostenlosen Geruchsprobe.

Was tun bei Erdgasgeruch?

Es riecht nach Erdgas? Kein Grund zur Panik. Bleiben Sie ruhig und beachten Sie folgende Regeln:

  • Türen und Fenster öffnen: So entsteht Durchzug, das Gas kann leichter abziehen.
  • Kein offenes Feuer machen, weder Feuerzeuge noch Streichhölzer anzünden, nicht rauchen. Keine Telefone, Handys oder Stecker benutzen, keine elektrischen Schalter bedienen, dabei können Funken entstehen. Gashahn zudrehen: Er befindet sich üblicherweise in der Wohnung, im Treppenhaus oder Keller.
  • Andere Bewohner des Hauses warnen. Wichtig: Nur klopfen, nicht klingeln – dabei könnten Funken entstehen. Schnell das Haus verlassen. Schon bei leichtem Gasgeruch den kostenlosen Bereitschaftsdienst Ihres Erdgasnetzbetreibers anrufen. Bei starkem Gasgeruch die Feuerwehr unter Notruf 112 verständigen.