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Klimagipfel

UN-Experten fordern „grüne Revolution“

Die „Globale Kommission für Wirtschaft und Klima“ hat im Vorfeld des Klimagipfels von Ban Ki-moon eine Studie veröffentlicht. Sie erklärt: Wirtschaftswachstum und Klimaschutz sind vereinbar.

Die „Globale Kommission für Wirtschaft und Klima“ hat im Vorfeld des Klimagipfels von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in New York den Bericht „The New Climate Economy – Better Growth, Better Climate“ veröffentlicht. Die UN-Experten erklärten, es sei an der Zeit, die Weichen für eine grüne Zukunft der Weltwirtschaft zu stellen. Die Kosten des Klimawandels würden die Investitionen in Umweltschutz bei Weitem übertreffen.

Die Kommission wird geleitet vom ehemaligen mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón. Ihr gehören neben Lord Nicholas Stern, dem Autor des bekannten „Stern-Reports“ zur Ökonomie des Klimaschutzes, weitere führende Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie Staatspräsidenten a.D. an.

Ökologie versus Ökonomie

Laut Bericht würde die Reduktion von CO2-Emissionen bis zum Jahr 2013 jährlich etwa 208 Milliarden Euro kosten. Demgegenüber stünden laut der Studie der Kommission sinkende Brennstoffkosten und Wachstumsimpulse. Die Ansicht, dass Klimaschutz zu teuer sei, sei das Ergebnis eines Missverständnisses.

Man müsse die Auswirkungen der Umweltverschmutzungen mit einkalkulieren. Beispielsweise seien die Gesundheitskosten, die durch die Luftverschmutzung verursacht würden, ein riesiger Kostenfaktor und eine Bremse für das Wachstum der Weltwirtschaft. In China würden die Kosten Schätzungen zufolge sogar zehn Prozent der Wirtschaftsleistung verschlingen.

Investitionen in eine bessere Zukunft

Eine Schlussfolgerung der Studie ist, dass es keine Subventionen für Kohle und andere fossile Brennstoffe mehr geben dürfe. Außerdem müsse bewusst in den Umweltschutz investiert werden. Die Forderung: Mindestens 500 Millionen Hektar Wald und Ackerland sollen neu entstehen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks pflichtete dem Bericht bei. Sie kommentierte: "Wir brauchen eine globale Energiewende, weg von fossilen Energieträgern, insbesondere der Kohlekraft, hin zu erneuerbaren Energien. Das ist nicht nur ökologisch, sondern auch volkswirtschaftlich die richtige Strategie."


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