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Umstrittene Gasförderung

Fracking: Regierung lässt probebohren

Die Bundesregierung wollte Fracking bis 3.000 Meter Tiefe verbieten. Jetzt sollen Probebohrungen unter Auflagen doch erlaubt werden.

Nach dem Entwurf für ein Bundesgesetz sollen in Zukunft Probebohrungen für Fracking (hier mehr erfahren) unter Umständen möglich sein - das berichtete der "Spiegel" am Wochenende. Eine sechsköpfige Kommission aus Wissenschaftlern soll über entsprechende Anträge von Energiekonzernen wie Wintershall oder ExxonMobil entscheiden. Außerdem wird das Gremium ab 2018 jährlich die Erfahrungen mit Probebohrungen auswerten.

Der Kompromiss kam laut Spiegel-Bericht auf Betreiben der CDU, der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie sowie dem Bundesverband der Deutschen Industrie zustande.

Der Stand der Dinge

Bislang haben sich das Bundesumwelt- und das Bundeswirtschaftsministerium beim unkonventionellen Fracking auf ein Verbot oberhalb von 3.000 Meter Tiefe verständigt und auf ein Moratorium, solange nicht bewiesen ist, dass die Förderung von Schiefergas per Hochdruck und Chemikalien keine Belastung für Grundwasser und Umwelt darstellt. Nun arbeitet die Bundesregierung offenbar an einer Ausnahme.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks widersprach der Darstellung, die Regierung wolle das Fracking-Verbot aufweichen. Die Experten-Kommission könne zwar eine Empfehlung aussprechen, sagte Hendricks im "Deutschlandfunk". Aber: "Das Verbot gilt: Oberhalb von 3.000 Metern Tiefe darf nicht gefrackt werden". Für wissenschaftliche Zwecke können Probebohrungen zwar durchgeführt werden - doch ohne den Einsatz umweltgefährdender Flüssigkeiten.

Warnung von Umweltschützern

Fracking ist die Kurzform für "Hydraulic Fracturing". Dabei wird ein Mix aus Wasser, Sand und Chemikalien durch Bohrlöcher in den Untergrund gepresst und so Erdgasvorräte frei gesetzt. Kritiker fürchten, dass Fracking Erdbeben auslösen könnte. Die für das Fracking verwendete Chemikalien-Mischung könnte außerdem das Grundwasser verunreinigen.


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