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Umwelt

Der Count-Down für den Weltklimagipfel läuft

Mehr und mehr Länder legen ihre Klimaziele vor: Brasilien will die Rodung des Regenwalds stoppen und so bis 2030 rund 43 Prozent Treibhausgase einsparen.

In den vergangenen zehn Tagen haben über 20 Länder ihre Beiträge für den Weltklimagipfel in Paris eingereicht. Darunter Chile, Peru, Armenien und Vietnam. Kein Wunder: Am 1.Oktober ist Abgabeschluss. Mit gutem Beispiel ist Brasilien vorangegangen. Das Schwellenland will die illegale Abholzung des Amazonas-Regenwalds stoppen. Die so genannte „Grüne Lunge der Erde“ speichert jede Menge Kohlenstoff und gleicht damit einen Teil der menschlichen CO2-Emmission aus – aber nur, wenn man sie lässt. Durch Brandrodung ist in den letzten 20 Jahren eine Fläche vernichtet worden, die zweimal so groß ist wie Deutschland. Mit der unkotrollierten Rodung soll jetzt Schluss sein.

Auch andere Länder haben schon ihre Ziele vorgelegt. China will bis 2030 bis zu 65 Prozent der CO2-Emissionen gegenüber 2005 einsparen und die Europäische Union hat beschlossen, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 zu senken. Sogar die USA setzen auf Klimaschutz. Obama hat aus den Vorbereitungen aus Paris gleich ein Klimavermächtnis gemacht.

So werden Klimaziele gesetzt

Die Klimaziele werden im ersten Schritt über die schriftlich eingereichten Intended Nationally Determined Contributions (INDCs) ermittelt. Das heißt so viel wie „angestrebte nationale Beiträge“. Sie enthalten die Emissioneminderungen, die sich Staaten selbst setzten und sind nicht staatlich verordnet. Weniger „Top-Down“ soll dabei helfen, die einzelnen Länder zu motivieren. Das UN-Klimasekretariat prüft die Ziele und ermittelt daraus den Gesamtklimanutzen.

Die Uhr tickt

Ob die neuen Klimaversprechen ausreichen, die Emissionen stark genug zu senken, zeigt sich Anfang kommender Woche. Dann veröffentlichen die Forscher vom Climate Action Tracker ihre neuesten Kalkulationen. Bisher hatte das Gremium aus Top-Wissenschaftlern vom Potsdam-Institut für Klimaforschung, dem New Climate Institute, Ecofys und Climate Analytics gewarnt, dass die Klimaziele für 2030 nicht ausreichen, um das magische 2-Grad-Ziel einzuhalten. Das ist eine von Wissenschaftlern und Politkern gesetzte Grenze für die Klimaerwärmung. Die Annahme: Lässt sich die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung einschränken, können wir die nicht kalkulierbaren, katastrophalen Folgen des Klimawandelns noch eindämmen.


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