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Hobbygärtner

Frühjahrskur für den Garten

Anfang März wird es für Hobbygärtner Zeit, den „Winterschlaf“ zu beenden. Wer sich über einen schönen Garten freuen will, sollte allmählich loslegen.

Selbst wenn draußen noch Schnee liegt, sollten grüne Daumen schon mal zu planen beginnen. Welche Stauden haben im Sommer nicht so richtig geblüht und sollten daher besser geteilt werden? Welche Blumenarten passen an den vorgesehenen Standort? Wie mischen Sie hohe und niedrige Stauden, Frühblüher und Spätblüher am besten?

Auch die Gartengeräte gilt es nun auf Vordermann zu bringen. Nur mit scharfen Scheren gelingt die Gartenarbeit und auch den Messern des Rasenmähers tut ein neuer Schliff gut.

So geht’s Anfang März los

Frühling Gartenarbeit -  Trurnit Gruppe / Ekkehard Winkler
Sobald der Boden getaut ist, können Sie mit der Gartenarbeit starten

Kübelpflanzen im Winterquartier sollten Sie jetzt, wo die Tage länger werden, schon mal etwas heller stellen und sie mehr gießen als im Hochwinter, allerdings noch nicht düngen. Einige Pflanzen, beispielsweise Fuchsien und Geranien, mögen es auch, wenn sie jetzt schon umgetopft und geschnitten werden.

Kontrollieren Sie draußen die Neuanpflanzungen vom Herbst: Manchmal drückt der Winterfrost die Wurzelballen nach oben, dann muss man sie wieder festdrücken oder neu eingraben.

Befreien Sie Stauden und Gräser von alten Trieben und abgestorbenen Teilen, bevor sie im Frühling anfangen auszutreiben. Dann wird das Säubern nämlich schwieriger. Auch an Sträuchern, Hecken und Obstbäumen können Sie totes Holz wegschneiden. Wenn es dafür warm genug ist, kann der Gärtner in den Beeten schon den Boden lockern, harken und als umweltfreundlichen Langzeitdünger Kompost einarbeiten.

Frühzeitige Rasenpflege

Weg mit dem übrig gebliebenen Laub: Verschaffen Sie ihrem Rasen Luft und Sonnenlicht. Auch Moos und verfilzte, alte Pflanzenteile sollten Sie rechtzeitig loswerden, damit das Grün umso besser wächst. Die beste Methode ist es, den Rasen zu „vertikutieren“. Ein Vertikutierer ist ein Handgerät (oder ein motorgetriebenes Gerät) mit kleinen Krallen und Widerhaken. Sie ritzen die Grasnarbe an und lockern die Erdoberfläche. So bekommt der Boden mehr Luft und die Graswurzeln besser Feuchtigkeit und Nährstoffe. An ausgedünnten Stellen können Sie nun Gras neu ansähen.

Kübel ans Licht

Behalten Sie im März ihre Kübelpflanzen im Auge: Je nach Temperatur im Winterquartier könnten sie zu früh austreiben. Unschöne, so genannte „Geiltriebe“ sind die Folge. Ist es zu warm, machen sich auch leicht Schädlinge breit: Dann möglichst das Winterquartier lüften. Stehen Kübelpflanzen umgekehrt im März noch an einem kalten, dunklen Platz, verzögert sich ihr Austrieb bis zum Frühsommer: Dann blühen sie sehr spät oder gar nicht mehr. Düngen sollte man Kübelpflanzen, die drinnen überwinterten, erst, wenn sich Triebe zeigen. Ins Freie dürfen sie erst im April/Mai, wenn ihnen Nachtfrost nichts mehr anhaben kann.

Dagegen können Sie winterharte Kübelpflanzen wie Rosen oder Clematis, die draußen geblieben sind, schon im März mit speziellem Kunstdünger oder mit Kompost düngen und zurückschneiden. Sind die Temperaturen mild genug, kann der Winterschutz weg.

Sträucher pflanzen -  Trurnit Gruppe / Ekkehard Winkler
Sommer- und Herbstblüher sollten im März gepflanzt werden.

Stauden und Sträucher pflanzen

Alles aufgetaut? War es in den letzten Wochen noch gefroren, muss spätestens Mitte März die Erde in den Beeten gelockert und – möglichst mit Kompost – verbessert werden. Organischer Dünger aus Obst- und Gemüseresten bzw. Pflanzenschnitt versorgt Pflanzen langsam und gleichmäßig mit Nährstoffen: Komposterde ist guter, ökologischer Dünger zum Nulltarif. Auf der Erde verteilen und einharken. Wer keinen Komposthaufen hat, kann im Pflanzencenter möglichst schadstofffreien Mineraldünger kaufen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Stauden und Sträucher zu pflanzen, die im Sommer und Herbst blühen, z.B. Kletterrosen. Sommerblumen müssen noch warten, Frühjahrsblüher sollten dagegen besser schon im Herbst gesetzt werden. Ältere Stauden bei Bedarf teilen, damit sie wieder üppiger blühen.

Schnecken bekämpfen!

Sie sind der Schrecken aller Gärtner, vor allem derer, die gerne eigenes Gemüse anbauen. Am besten schon jetzt den Kampf aufnehmen: mit Bierfallen oder – falls keine Kinder oder Haustiere im Garten spielen – mit Schneckenkorn (Präparate mit Eisen-III-Phosphat). Wer früh im Jahr die erste Schnecken-Generation bekämpft, hat damit im Sommer weniger Probleme.


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