Sicherheitsmängel bei Pedelecs

Katastrophale Ergebnisse im aktuellen Pedelec-Test von ADAC und Stiftung Warentest: Die Elektro-Fahrräder der Hersteller Leviatec, Kreidler, KTM, Sinus, Flyer, Top Velo, Fischer, Victoria und Raleigh sind bei der Untersuchung glatt durchgefallen – gleich neun Mal lautete das vernichtende ADAC Urteil „mangelhaft“!

Bei fünf der insgesamt 16 getesteten Rädern brachen im Belastungstest Rahmen, Lenker oder die Aufnahmen für die Hinterachse. Drei Modelle wurden wegen mangelhafter Bremsen abgewertet. Ein Pedelec (Raleigh/Impulse iR HS) sendete so starke elektromagnetische Wellen aus, dass dadurch sogar die Funkdienste von Polizei, Feuerwehr und Rettung massiv gestört werden können. Auch dafür gab es das Urteil mangelhaft.

grafik

Nur zwei Pedelec-Modelle überzeugen im Test

Lediglich zwei Modelle (E-Courier SX von Stevens und Obra RT von Kettler) erreichten das ADAC Urteil gut. Das sportliche Elektro-Fahrrad von Stevens überzeugte mit guten Laufeigenschaften, kurzer Ladedauer und hoher Reichweite. Die Schaltung sowie die Transportmöglichkeit für das Gepäck lassen allerdings noch Raum für Optimierungen.

Das ebenfalls positiv bewertete Pedelec von Kettler erwies sich im Test als komfortabel und ist wegen seiner Lenkerposition zum gemütlichen Fahren geeignet. Es ist allerdings nicht allzu wendig.

Weder Marke noch Preis garantieren hohe Qualität

Die getesteten Modelle erzielten Reichweiten zwischen 25 und 75 Kilometern. Die Räder von Kalkhoff und Raleigh überzeugten mit einer Reichweite von 75 Kilometern, fielen allerdings wegen ihrer elektromagnetischen Wirkung negativ auf.

Fazit der ADAC Tester: Weder der Name des Herstellers noch der Preis sind verlässliche Indikatoren für die Qualität eines Elektro-Fahrrads. Verbraucher können sich nur durch umfangreiche Produkttests informieren, um sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Der Pedelec-Test im Video

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=bIw41y3DfXY

Hier finden Sie den ausführlichen ADAC-Test und weitere Informationen