Lassen Sie die Kohle glühen!

Lecker, so ein knuspriges Würstchen vom Grill. Wir haben die besten Tipps, wie die Schlemmerei ohne Folgen für Umwelt und Gesundheit bleibt.

Klar, mit einem Elektrogrill brutzelt es sich am gesündesten, das dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Doch für viele findet sich das wahre Grillvergnügen eben nur in der Glut der Holzkohle. Wenn Sie einige Dinge beachten, grillen Sie auch auf die klassische Art ökologisch und gesund.

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Lassen Sie nichts anbrennen

Schwarze Krusten auf dem Würstchen oder dem Steak enthalten krebserregende Stoffe. Diese entstehen vor allem, wenn Fett oder Bier in die Kohlenglut tropfen und sich der dann aufsteigende Rauch auf das Grillgut legt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Grillschalen verwenden und das Fleisch nicht mit Bier ablöschen. Ausnahme: Bei säurehaltigen oder salzigen Speisen wie etwa Tomaten, mit Zitrone gewürztem Fisch oder Schafskäse in Salzlake lieber auf eine Grillschale verzichten. Denn unter dem Einfluss von Säure und Salz kann Aluminium auf Lebensmittel übergehen und das könnte gesundschädlich sein.

Pökelfleischwaren wie Wiener Würstchen oder Speck sollten Sie lieber nicht grillen, da durch die Hitze krebserregende Nitrosamine entstehen.

Keine Kohle aus dem Tropenwald

Beim Kauf der Holzkohle bitte auf Produkte mit dem FSC-Siegel achten. Das Siegel garantiert, dass das Holz aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt und kein Tropenwald dafür abgeholzt wird. Ein weiteres wichtiges Merkmal für gute Kohle ist das DIN-Prüfzeichen. Es zeigt an, dass der Brennstoff kein Pech, Erdöl oder Kunststoff enthält.

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Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt Briketts aus Olivenkernen. Die Kerne fallen bei der Olivenölproduktion an – ein hundertprozentiges Recyclingprodukt.

Von chemische Zündhilfen, Papier oder Kiefernzapfen rät der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ab. Werden diese Materialien verbrannt, setzen sie krebserregende Stoffe frei. Bessere Anzündhilfen sind Reisig oder Holzspäne.

Es darf auch mal Gemüse sein

Nach einer Studie des TÜV Rheinland werden fast 95 Prozent der Treibhausgase, die beim Grillen entstehen, durch das Grillgut verursacht. Wer auch mal Gemüse auf den Rost legt, tut Umwelt und Gesundheit etwas Gutes. Beim Fleisch gilt: Vor allem Rindersteaks sollten Sie nicht zu oft verzehren. Der Grund: Rindfleisch belastet das Klima über vier mal so stark wie Schweinefleisch oder Geflügel.

Nach dem Grillfest geht’s ans Aufräumen. Holzkohlenasche gehört in den Restmüll, ausgekühlt versteht sich. Für den Kompost ist sie nicht geeignet, da die Asche mit Schwermetallen belastet ist.

Guten Appetit!