Was für Kinder: So feiern andere Länder

Bald ist wieder Weihnachten! Es gibt Geschenke unterm Weihnachtsbaum, leckeres Essen und hoffentlich Schnee. Aber wie ist das in anderen Ländern?

Weihnachten in Griechenland

In Griechenland warten die Kinder an Heiligabend nicht aufs Christkind oder den Weihnachtsmann. Sie ziehen mit Trommeln und Glocken durch die Straßen und singen Weihnachtslieder. Dafür bekommen sie Geld oder Süßes. Danach gibt es zu Hause Truthahn. Um die Kobolde abzuschrecken, die an Weihnachten aus der Unterwelt heraufkommen, zünden die Griechen ein Feuer an. Die Bescherung ist erst an Silvester.

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Bräuche in Spanien

Wenn ihr an Heiligabend in Spanien wärt, würdet ihr die Geschenke nicht unterm Weihnachtsbaum finden. Meist gibt es gar keinen Baum, aber eine Krippe. Nach dem Essen – zu dem oft die Süßspeise Turrón gehört – kommt die „Urne des Schicksals“ auf den Tisch. Darin stecken kleine Geschenke, aber auch Nieten. Keine Angst: Jeder darf so lange in die Urne greifen, bis er ein ­Geschenk hat. Am 6. Januar, dem Dreikönigstag, ist Bescherung. Geschenke gibt es nur für brave Kinder. Alle anderen müssen sich mit Kohle begnügen. Aber zum Glück sind die Kohlenstücke aus Zucker!

So feiert man in den Niederlanden

Schon interessant, dass es in einem unserer direkten Nachbarländer an Weihnachten ganz anders zugeht als bei uns. Wichtiger als das Weihnachtsfest ist in den Niederlanden der Nikolaustag am
5. Dezember. Sinterklaas – von dem der amerikanische Name Santa Claus kommt – bringt Süßigkeiten und ­Geschenke. Früher wurden die Schuhe armer Kinder mit Münzen gefüllt. ­Sinterklaas kommt mit seinem Knecht Zwarte Piet – nicht im Schlitten, ­sondern mit einem Schiff aus Spanien.

Wohnt der Weihnachtsmann in Finnland?

Ihr wisst ja bestimmt, dass der Weihnachtsmann ganz offiziell in Finnland wohnen soll, oder? Und zwar auf dem Berg Korvatunturi im hohen Norden in Lappland. Auf Deutsch heißt der Berg Ohrberg, weil er aus der Ferne wie ein Tier mit aufgestellten Ohren aussieht. Joulupukin, so heißt der Weihnachtsmann auf Finnisch, bringt die Geschenke, die seine Wichtel hergestellt haben, mit einem Rentierschlitten zu den Kindern. Die Bescherung ist an Heiligabend. Zu essen gibt es Reisbrei, in den eine Mandel eingerührt ist. Wer sie findet, dem winkt das Glück. Manchmal muss man auch singen, eine Rede halten oder eine besondere Weihnachtsarbeit übernehmen.

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P.S. Falls ihr dem Weihnachtsmann schreiben wollt, hier ist die Adresse: Joulupukin Pääposti 96930 Napapiiri Suomi (Finnland).

Spätes Weihnachten in Russland

Die russisch-orthodoxen Christen feiern Weihnachten erst am 7. Januar. Dann endet auch die 40 Tage lang dauernde Fastenzeit. Einen Weihnachtsmann kennen die russischen Kinder nicht. An seiner Stelle fährt Väterchen Frost auf einem Schlitten zu den Kindern. Als Festessen wird in den Familien ein zwölfgängiges Mahl angerichtet, wobei jeder Gang für einen der christlichen Apostel steht.

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