Urlauben mit Bio-Siegel

Allein in Europa gibt es mittlerweile mehr als 30 Labels, die ökologische Hotels kennzeichnen. Ziemlich unübersichtlich für Verbraucher, zumal nicht alle Labels als verlässlich gelten können. So manches Hotel schmückt sich auf der Suche nach einer neuen Zielgruppe mit einem Zertifikat, bei dem das Marketing wichtiger ist als der Umweltschutz.

Orientierungshilfe im Label-Dschungel

Orientierungshilfe gibt eine Initiative des Bundesverbandes Verbraucher: Das Portal www.label-online.dehat einen Großteil der bestehenden Siegel nach folgenden Kriterien analysiert und bewertet: Anspruch des Siegels, Unabhängigkeit der Vergabe und Kontrollvorgaben. Als sehr empfehlenswert und empfehlenswert stuft die Initiative sechs Labels ein: CSR Tourism certified, EcoLabel Luxembourg, Europäisches Umweltzeichen, Österreichisches Umweltzeichen, Travelife und Viabono.

Ökologische und soziale Kriterien

Das Europäisches Umweltzeichen und das EcoLabel Luxembourg zertifizieren Tourismusbetriebe nach strengen ökologischen Kriterien: Die Hotelbetreiber müssen den Verbrauch von Wasser, Energie und Abfall begrenzen und Müll trennen. Ein Teil der Energie muss aus erneuerbaren Quellen kommen. Einwegprodukte sind verboten, die im Hotel verarbeiteten Materialen sollten umweltschonend sein.

CSR, Travelife, Viabono und das Österreichische Umweltzeichen arbeiten mit einem erweiterten Kriterienkatalog. Um mit diesen Siegeln ausgezeichnet zu werden, müssen die Unterkünfte nicht nur ökologisch, sondern auch sozial und regional verantwortlich handeln: Die zertifizierten Hotels wirtschaften energiesparend, kaufen Produkte aus der Region und bieten ihren Mitarbeitern faire Arbeitsbedingungen. Bei der Art der Unterkunft sind der Reiselust keine Grenzen gesetzt. Die Labels zertifizieren vom Luxushotel bis zum Campingplatz die verschiedensten Kategorien.