CO2-Ausstoß: Deutschland erfüllt Kyoto-Ziele

Trotz Atomausstieg sind die Ausstöße von Treibhausgasen um 2,9 Prozent gesunken. Ein milder Winter und die erneuerbaren Energien halfen, die gesteckten Klimaziele einzuhalten.

Industrie und Haushalte Deutschlands haben im Jahr 2011 rund 27 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen als im vorangegangenen Jahr. Das geht aus Daten des Umweltbundesamtes hervor. Zu verdanken ist diese positive Meldung vor allem dem milden Wetter, aber auch dem Ausbau der erneuerbaren Energien.

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Atomausstieg aufgefangen

Als 2011 die ältesten acht Atommeiler im Zuge der Energiewende vom Netz gegangen waren, rückte Kohle als Energieträger wieder stärker in den Fokus. Der schnelle Ausbau grüner Energie konnte jedoch dazu beitragen, die deutsche Klimabilanz zu bessern. Hauptverantwortlich für die Reduktion der Emissionen waren jedoch die Privathaushalte: Dank des milden Winters heizten sie weniger als noch 2010.

Kyoto-Ziele klar erfüllt

Die Vorgaben aus der Klimakonferenz von Kyoto hat Deutschland damit klar erfüllt. Mit dem Kyoto-Protokoll hatte sich das Land verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 um 21% unter das Niveau von 1990 zu senken.

Lobende und mahnende Worte vom Umweltminister

Von den am Dienstag veröffentlichten Zahlen zeigte sich Bundesumweltminister Altmaier (CDU) erfreut: Mit dem, was wir erreicht haben, nimmt Deutschland einen Spitzenplatz unter den Industriestaaten ein.

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Es müsse jedoch weiter konsequent gehandelt werden, wenn man das Ziel einer Reduktion von 40 Prozent bis zum Jahr 2020 auch erreichen wolle.