Deutschland will "smart" werden

Deutschlands Bürger wollen Energie "smart" verbrauchen. Sie versprechen sich von neuen Technologien eine bessere Kostenkontrolle und mehr Transparenz.

Im Smart Home überblickt ein Computer sämtliche Elektrogeräte im Haushalt und steuert sie so, dass sie möglichst günstig Energie verbrauchen. So laufen beispielsweise Wasch- und Spülmaschine nachts, wenn viel Strom zur Verfügung steht und dementsprechend günstig ist. Der Verbraucher kann seinen Energiebedarf in Exhtzeit abrufen und auswerten.

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Was heute noch nach Science-Fiction klingt, ist rein technisch längst machbar. Für die Regierung gilt es nun, die Bevölkerung von den neuen Möglichkeiten zu überzeugen.

Drei Viertel für smarten Energieverbrauch

Um die Akzeptanz der Bürger gegenüber dem Smart Home auszuloten, gab die Bundesregierung eine Zukunftsstudie bei TNS Infratest in Auftrag. Das Ergebnis überrascht: Rund drei Viertel der Deutschen muss man nicht mehr überzeugen. Sie sind bereit Smart-Home-Lösungen in ihrem Haushalt einzusetzen.

Gründe für die positive Einstellung gegenüber der neuen Technik sind der Wunsch nach Kostenkontrolle und Transparenz. Allerdings haben 49 Prozent von ihnen Bedenken, weil ihre Haushaltsgeräte nicht smart sind – ihnen drohen teure Neuanschaffungskosten.

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Angst vor Entmündigung durch Technik

43 Prozent fürchten eine zu starke Abhängigkeit von der technischen Lösung und, dass sie ihre Heizung und den Stromverbrauch im Haushalt nicht mehr eigenverantwortlich steuern können. 35 Prozent sehen zudem die Gefahr des Datenmissbrauchs.

Nur die Wenigsten äußerten Bedenken, dass sie die neue Technik nicht bedienen könnten. Ein Drittel der Befragten erkennt keinen Mehrwert von Smart-Home-Lösungen im Vergleich zur konventionellen Zeitschaltuhr oder automatischen Temperaturregulierung.