Früher hell oder später dunkel?

Nachdem die EU über die Abschaffung der Zeitumstellung entschieden hat, muss nun auch Deutschland beschließen, ob Sommer- oder Winterzeit.

Die Abgeordneten im Europaparlament sind sich einig: Ab 2021 wird es keine Zeitumstellung von Sommer- zu Winterzeit mehr geben. Bis April 2020 möchte das EU-Parlament von den Mitgliedsstaaten wissen, welche der beiden Zeiten, Sommer oder Winter, dauerhaft gilt. Im März 2021 wird dann für einige zum letzten Mal die Uhr umgestellt.

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Harmonische Lösung für den EU-Binnenmarkt

Die Bundesregierung beschäftigt sich jetzt mit der internen Meinungsbildung zu dem Thema und stimmt sich mit anderen EU-Staaten ab. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plädiert für die Einführung einer ganzjährigen Sommerzeit. Ziel sei eine „möglichst einheitliche und weitgehend harmonisierte Lösung für den EU-Binnenmarkt“, sagte eine Ministeriumssprecherin gegenüber den Funke-Medien.

Länder in unterschiedlichen Zeitzonen?

Der Plan der EU-Kommission sieht vor, dass die Länder eigenständig darüber entscheiden, welche Zeit dauerhaft bleibt. So könnten sich Nachbarstaaten wie Frankreich oder Belgien anders als Deutschland entscheiden. Dann läge in zwei Jahren jedes Land in einer anderen Zeitzone. Um diesen Flickenteppich abzuwenden, bekommen die Mitgliedsstaaten genug Zeit, um ihre Pläne zu koordinieren.