Spülmaschine sparsam nutzen

Vom luxuriösen Haushaltsgerät zur sparsamen Helferin im Alltag: die Spülmaschine.

Sie war ein runder Metallbottich und hatte mit heutigen Hightech-Geräten keine Ähnlichkeit: 1929 kam die erste Geschirrspülmaschine Europas auf den Markt. Sie wurde manuell bedient und das heiße Wasser für den Spülgang von Hand in den Bottich gefüllt. Spülmaschinen waren damals purer Luxus, erst in den 1960er- Jahren hielten sie allmählich Einzug in Privathaushalte. Heute ist eine Spülmaschine nahezu Standard. 2019 besaßen rund 71,7 Prozent der Haushalte in Deutschland einen Geschirrspüler. Sicherlich auch, weil Handabwasch weit oben auf der Liste der unbeliebten Hausarbeiten steht. Nur vier Prozent der Deutschen spülen gern. Und das ist gut so: Denn unter den richtigen Voraussetzungen spart eine Spülmaschine sehr viel Wasser, Energie und Zeit.

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182 Stunden Freizeit

Wer täglich etwa 30 Minuten Geschirr von Hand spült, kommt auf 182 Stunden pro Jahr. Wem fällt da nicht etwas Besseres ein?

Sie schafft das!

Manchmal erscheint das Geschirr beim Öffnen der Spülmaschine sauber. Erst auf den zweiten Blick verraten minimale, dem Geschirr anhaftende Speisereste: Der Reinigungsvorgang hat noch gar nicht begonnen, es wurde aber fleißig vorgespült. Wer sich jedoch in seinen Tellern spiegeln kann, bevor die Spülmaschine loslegt, verbraucht unnötig Wasser. Es reicht, grobe Speisereste zu entfernen, denn sie könnten das Sieb verstopfen. Überlassen Sie die Spülarbeit dann aber Ihrer Maschine.

Viel sparsamer

Zehn Liter Wasser und eine Kilowattstunde Strom verbraucht eine moderne Spülmaschine bei zwölf Maßgedecken: Das ist die Standardeinheit für den Vergleich von Spülleistungen, die rund 140 Geschirrteile umfasst. Diese Ressourceneffizienz schlägt jeden geübten Handabwäscher: Doppelt so viel Wasser und 40 Prozent mehr Energie fallen an, wenn zu Schwamm und Bürste gegriffen wird.

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Kein Tetris

Wer beim Computerspiel-Klassiker „Tetris“ die herabfallenden Bausteine lückenlos anordnet, bekommt viele Punkte. Beim Geschirrspüler- Einräumen geht diese Strategie nicht auf. Denn über- und ineinander gestapeltes Geschirr hat einen großen Nachteil: Es wird nicht sauber. Das Spülwasser muss auf alle Oberflächen treffen können. Deshalb gilt: Die Spülmaschine voll beladen. Aber so, dass sich die Geschirrteile nicht berühren.

Waschtemperatur

65 Grad Celsius heiß sollte der Spülgang einmal im Monat sein, um Fettrückstände zu eliminieren. 50-55 Grad Celsius reichen für tägliche Spülgänge aus.