Stromverbrauch durch Corona gesunken

Die Energiebranche ist vergleichsweise gut durch die Coronakrise gekommen. Doch im April fand ein größerer Einbruch des Stromverbrauchs statt.

Da die Stromerzeugung zur kritischen Infrastruktur zählt, waren die Energiekonzerne gut auf die Krise vorbereitet. Die Energiebranche zählt zu denjenigen, die die Pandemie relativ unbeschadet überstanden haben. Die Zahlen des ersten Quartals zeigen: Die Corona-Pandemie hatte wenig Einfluss auf die Konzerne.

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Deutschlands größter Stromerzeuger RWE legte gestern die Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Diese zeigten, dass die Pandemie das Unternehmen kaum getroffen hat. Ebenso waren die Auswirkungen auf das Geschäft des Energiekonzerns E.ON und des Kraftwerksbetreibers Uniper verhalten. Von den Lock-Down-Maßnahmen betroffen waren lediglich die letzten drei Wochen des Quartals.

In Deutschland sind vor allem im April Stromerzeugung und Stromverbrauch deutlich zurückgegangen. Laut Bundesnetzagentur lag der Stromverbrauch mehr als 8 Prozent unter dem Verbrauch im April 2019. Primär ist dies auf dem Einbruch der Industrieproduktion zurückzuführen. Da der von der Industrie selbst erzeugte und verbrauchte Strom nicht erfasst ist, kann man davon ausgehen, dass der Rückgang noch höher ausgefallen ist.

Der gesunkene Stromverbrauch sowie die gestiegene Erzeugung von Ökostrom sorgten unter anderem dafür, dass der Strompreis an der Strombörse stark gesunken ist. Nach Angaben der Stromerzeuger trifft sie das aktuell jedoch nicht, da der Strom teilweise schon vor zwei Jahren zu höheren Preisen auf Termin verkauft wurde.

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