Wasser als Energiequelle

Am 22. März ist Weltwassertag. Zeit sich genauer anzusehen welche Rolle das Wasser bei der unserer Energieversorgung spielt.

Bei den Erneuerbaren Energiequellen gewinnt die Wasserkraft mehr und mehr an Bedeutung. Laut aktueller Daten des World Energy Council macht die Wasserkraft 71 Prozent der Erneuerbaren weltweit aus. 2016 erreichte sie eine Kapazität von 1.064 Gigawatt und produzierte 16,4 Prozent des gesamten Strombedarfs. Und das Potenzial der Wasserkraft ist längst nicht ausgeschöpft. Laut Schätzungen des Energy Councils könnten 10.000 Terawattstunden pro Jahr durch Wasserkraft gedeckt werden.

Wasserkraft in Deutschland

In Deutschland liegt die Stromerzeugung aus Wasserkraft laut Bundesregierung bei 19,9 Prozent. Wer wissen möchte, wie die einzelnen Bundesländer bei der Nutzung der Wasserkraft abschneiden: Einen Überblick über den Anteil der Wasserkraft nach Bundesland gibt die International Renewable Energy Agency.

Wie funktionieren Wasserkraftwerke?

Wasserkraft gibt es schon lange. Früher baute man ein Wasserrad, hängte es in einen Fluss und schon war die Mühle mit Energie versorgt. Heutige Nachfolger der Mühlen sind zum Beispiel so genannte Laufwasserkraftwerke. Sie nutzen an Flüssen die Strömung und den Höhenunterschied zwischen Wasser ober- und unterhalb des Kraftwerks. Der beträgt zwar nur wenige Meter, aber da oft tausende Tonnen Wasser pro Sekunde hinunterfließen, liefern Laufwasserkraftwerke mehreren Megawatt Leistung. Durch die gleichmäßige Geschwindigkeit von Flüssen ist die Leistung – anders als bei Solar- und Windkraftwerken – konstant. Speicherkraftwerke nutzen den Höhenunterschied zwischen einem hoch gelegenen Stausee und einem Ablauf – das ist meist ein Fluss. Dabei fließt das Wasser durch Rohre oder Stollen vom Speichersee zum Kraftwerk. Dort treibt es Turbinen an. Bei der dritten Art von Wasserkraftwerk, dem Pumpspeicherkraftwerk, wird das Wasser am Fuß des Kraftwerks gesammelt und wieder nach oben gepumpt, um dann herabzustürzen und eine Turbine anzutreiben. Der Vorteil der Kraftwerke: Die Stromproduktion kann man gut an den Bedarf anpassen. Denn wird kein Strom gebraucht, schließt man einfach die Ventile.