WWF-Studie: Wie steht es um den Patienten Erde?

Der „Living Planet Report 2018“ fasst den Zustand des Planeten zusammen – es steht nicht gut um ihn.

Die neue WWF-Studie veranschaulicht die Veränderungen der globalen Biodiversität und des menschlichen Konsums. Der „Living Planet Report“ der Umweltstiftung ist der zwölfte seit 1998 und wieder fällt er nicht gut aus.

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Rückgang der biologischen Vielfalt um 60 Prozent

Den Zustand der Biodiversität beschreibt der „Living Planet Index“, der auf Daten zu 16.704 untersuchten Populationen von 4.005 Wirbeltierarten basiert. Zwischen 1970 und heute sind 60 Prozent der Wirbeltierbestände zurückgegangen. Laut dem Index sind vor allem in Süd- und Zentralamerika die Bestände von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Amphibien und Reptilien geschrumpft – 89 Prozent gegenüber 1970. Zum Vergleich: Zwischen 1970 und 1994 lag der Rückgang der biologischen Vielfalt bei 30 Prozent.

Menschen verbrauchen 70 Prozent mehr Ressourcen, als nachwachsen können

Aus dem „Living Planet Report“ geht auch hervor, dass der Ressourcenverbrauch der Menschen stetig steigt. Derzeit bräuchte es 1,7 Erden um den Verbrauch zu decken, denn wir verwirtschaften 70 Prozent mehr natürliche Ressourcen, als die Erde in der gleichen Zeit erneuern kann. Besonders die global wachsende Plastikflut in den Ozeanen bereitet dem WWF große Sorgen. „Wir sägen am Ast, auf dem wir sitzen. Viel Zeit bleibt nicht für die Trendwende, aber sie ist machbar. Dazu müssen wir national und international mutiger und konsequenter handeln“, fordert Jörg-Andreas Krüger vom WWF.