Carsharing: Ein Trend geht um

Viele Menschen haben kein Auto. Sie gehen zu Fuß, nutzen das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel. Wenn doch ein Auto nötig ist? Caresharing ist die Lösung.

Anschaffung, Haltung und Wartung eines Fahrzeuges ist teuer. Während Vielfahrer um diese kostspielige Investition kaum herum kommen, fahren jene, die nur hin und wieder ein Auto benötigen, mit Carsharing weit günstiger. Die Idee dahinter: Mehrere Menschen teilen sich je nach Bedarf ein Auto.

Derzeit baut die Autoindustrie zusammen mit Fahrzeugverleihern bundesweit in verschiedenen Ballungsräumen Carsharing-Angebote auf, die zum Teil auch Elektroautos in ihren Flotten führen. Oft konkurrieren lokale Carsharing-Vereine mit neuen überregionalen Anbietern. Die Fahrzeuge sind an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet stationiert und für Teilnehmer in wenigen Minuten zu erreichen.

So funktioniert Carsharing

Interessenten müssen sich registrieren, was mindestens 19 Euro kostet. Je größer das Auto, umso teurer die Miete. Es gibt verschiedene Abgerechnungsformen: Drive Now (BMW und Sixt) verlangt mindestens 29 Cent für jede Minute, die gefahren wurde. Ebenso Car2go (Daimler und Europcar). Etablierte Anbieter verrechnen eine Kombination aus gefahrenen Kilometern und der Zeit, die das Fahrzeug ausgeliehen war. Flinkster, das Carsharing der Deutschen Bahn, verleiht seine Autos an Bahnhöfen in über 140 Städten. Für Inhaber der Bahncard entfällt der Registrierungsbeitrag.

Carsharing ist „in“

Carsharing erfreut sich immer größerer Beliebtheit in Deutschland. Rund 1.040.00 Fahrberechtigte waren Anfang 2015 bei rund 150 deutschen Caresharing-Anbietern registriert. Der Bundesverband CarSharing e.V. vermeldet einen Zuwachs von 37,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Über 15.000 Fahrzeuge stehen in Deutschland zum Teilen zur Verfügung. Während kleinere Unternehmen den Service nur in großen Städten wie Berlin, München, Hamburg und Hannover anbieten, sind größere Anbieter auch in kleineren Städten und Gemeinden vertreten. Insgesamt gibt es bundesweit 4.600 Carsharing-Stationen an 490 Orten – Tendenz steigend

Die wachsende Akzeptanz für Carsharing-Projekte ist zum einen dem anhaltenden Wachstum des Angebots geschuldet: Um so mehr Leihstationen zur Verfügung stehen, um so komfortabler lässt sich der Service wahrnehmen. Hinzu kommt, dass zunehmend auch Autovermieter und Autohersteller Carsharing anbieten.

Aktuelle Informationen und hilfreiche Tipps zum Thema Carsharing bietet der Bundesverband CarSharing (bcs).