Smartphone & Co.: So hält der Akku länger

Zwar benötigen sie mehr Energie als ein Mobiltelefon ohne Internetzugang. Verglichen mit gängigen PCs sind die smarten Geräte aber sehr genügsam. Selbst beim Spielen verbrauchen sie weniger Strom als ein Notebook und viel weniger als ein Standrechner.

Der Energieverbrauch von Tablets und Co

Im Standby-Modus „schluckt“ ein Tablet-Computer etwa 0,6 bis ein Watt, im Betrieb je nach Bildschirmhelligkeit ca. 1,8 bis 4,8 Watt – beim Spielen nur wenig mehr. Laut einer Untersuchung des Electric Power Research Institute aus Kalifornien verbraucht ein iPad rund 12 Kilowattsstunden jährlich, wenn es jeden zweiten Tag aufgeladen wird. Das entspricht Stromkosten von rund drei Euro. Smartphones verbrauchen sogar noch weniger.

Smartphone & Co. gehen also sparsam mit Energie um. Trotzdem: Vor allem unterwegs ist es wichtig, dass der Akku möglichst lange durchhält – zum Beispiel für Segler, die GPS nutzen. Hier finden Sie die besten Tipps, wie Sie die Akkulaufzeit verlängern.

Wie Sie die Akkulaufzeit verlängern

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Display dimmen: Die Helligkeit des Displays kann man meist ohne großen Komfortverlust verringern (Einstellungen – Helligkeit): Je heller das Display eingestellt ist, desto mehr Strom verbraucht das Gerät.

Datenverkehr deaktivieren: Hält das Gerät ständig Verbindung zum World Wide Web, auch wenn der Besitzer es gar nicht nutzt, zieht das unnötig Energie. Manche Apps rufen selbstständig Informationen aus dem Internet ab und aktivieren die Netzverbindung. Jede Form von Datenverkehr kostet Strom. Daher: WLAN, WiFi, UMTS (3G), Bluetooth ausschalten, sofern nicht benötigt (Einstellungen – WLAN oder Einstellungen – Allgemein – Netzwerk). Unser Extratipp: Sie können all diese Netzverbindungen auf einmal stilllegen, indem Sie den so genannten Flugmodus einstellen.

Energieintensive Funktionen: Deaktivieren Sie beim Smartphone energieintensive Funktionen, die nicht ständig gebraucht werden: Klingeltöne, Radio, das Anzeigen von Nachrichten per Vibration und Push-Mail. Nicht nur das pausenlose, automatische Checken von Mails kostet viel Energie, auch Apps senden Mitteilungen, die der Benutzer nicht permanent benötigt. Das zehrt an der Akkulaufzeit (Einstellungen – Mail und Einstellungen – Mitteilungen – App XY).

Ortung ausschalten: Außer der Display-Helligkeit zehren besonders die Ortungsdienste am Akku. Eine Vielzahl von Apps lokalisiert regelmäßig den Standort des Geräts, obwohl das häufig überflüssig ist. So stellt man die Ortung ab: Einstellungen – Ortungsdienste. Bei einigen Geräten kann man gezielt für jede einzelne App die Ortung aktivieren oder deaktivieren.

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Apps beenden: Manche Apps orten selbst dann noch das Gerät, wenn sie nur im Hintergrund laufen. Das kostet unnötig Energie. Am besten alle aktuell nicht genützten Apps schließen, d.h. aus der Multitaskingleiste löschen (Doppelklick auf den Homebutton, App für zwei Sekunden gedrückt halten, per Fingerdruck auf das Minuszeichen beenden).

Stromverbrauch kontrollieren: Wer genau wissen möchte, wie lange der Akku mit und ohne Stromsparmaßnahmen durchhält, kann Energieverbrauch und Akkulaufzeit checken (Einstellungen – Allgemein – Benutzung – Batterieladung).

Das tut der Akkulaufzeit gut:

Am besten bekommt dem Akku Zimmertemperatur. Bei Temperaturen unter 15 Grad oder über 30 Grad Celsius lässt die Leistung deutlich nach. Geräte daher möglichst nicht in die Sonne legen oder anderen Wärmequellen aussetzen.

Um die Leistungsfähigkeit des Akkus zu erhalten, empfiehlt Apple, pro Monat mindestens einen Ladezyklus durchzuführen. Das heißt: Laden Sie das Gerät auf 100 Prozent auf, entladen es vollständig und laden Sie den Akku danach erneut. So bleiben die Elektronen der Lithium-Batterie in Bewegung. Vermeiden Sie aber, den Akku zu häufig komplett zu entleeren – das belastet die Lebensdauer.