Kühlschrank richtig einräumen und richtig kühlen

Wer die verschiedenen Kühlzonen im Kühlschrank berücksichtigt, hält seine Lebensmittel länger frisch und schont die Haushaltskasse.

In einem Single-Haushalt fallen allein für das Kühlen von Lebensmitteln jährlich Energiekosten in Höhe von rund 40 Euro an. Bei einer vierköpfigen Familie benötigt der Kühlschrank Strom für etwa 100 Euro.

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Ob Verbraucher ihr Gerät optimal nutzen, hängt von der richtigen Ordnung ab: Genau wie die Erde verfügt auch der Kühlschrank über verschiedene Klimazonen, die sich unterschiedlich gut für die Aufbewahrung von Lebensmitteln eignen.

5°C bis 8°C – Klimazone Oben: Wohlfühlzone für Gekochtes

Produkte, die bei fünf bis acht Grad Celsius frisch bleiben, lassen sich im oberen Bereich des Kühlschrankes bedenkenlos aufbewahren. Dazu gehören beispielsweise Soßen, Suppen und Marmelade.

Bleibt ein Stück Fleisch nach dem Grillabend übrig, eignet sich ebenfalls das obere Fach des Kühlschranks zur Aufbewahrung. Für rohes Fleisch und Speisen, die rohe Eier enthalten, ist diese oberste Klimazone zu warm.

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4°C bis 5°C – Klimazone Mitte: perfekt für Milchprodukte

Die Mitte des Kühlschrankes stellt mit fünf Grad Celsius für Milchprodukte aller Art einen idealen Aufbewahrungsort dar. Für Quark, Joghurt oder Sahne ist es dieser Bereich weder zu warm noch zu kalt. Auch die Käseplatte fühlt sich in der goldenen Mitte wohl und temperiert den Käse perfekt für den Genuss zu einem gemütlichen Glas Rotwein.

Irrtümlicherweise stellen viele Verbraucher angebrochene Milchtüten in eine wärmere Zone – in das unterste Fach der Kühlschranktür. Länger frisch bleibt Milch in der kühleren Mitte des Kühlschranks.

2°C bis 3°C – Klimazone Unten: ideal für Fleisch, Wurst und Fisch

Je nach Temperatureinstellung des Kühlgerätes herrschen auf der unteren Glasplatte etwa zwei Grad Celsius. Gerade schnell verderbliche Lebensmittel wie Fisch, Fleisch und Wurst sollten Sie recht kühl aufbewahren. Die Glasplatte über dem Gemüsefach bietet als kühlster Ort im Kühlschrank die beste Möglichkeit, leicht verderbliche Produkte aufzubewahren, ohne das Gefrierfach zu nutzen.

Nicht alle Obst- und Gemüsesorten müssen in den Kühlschrank, um frisch zu bleiben.

9°C bis 12°C – Bitte nicht zu kalt: das Gemüsefach

Bei acht bis zehn Grad und einer hohen Luftfeuchte herrschen in den unteren Fächern optimale Verhältnisse für Obst und Gemüse. In dieser Umgebung bleiben Karotten und Co. lange knackig und frisch.

Doch nicht alle Obst- und Gemüsesorten gehören kühl gelagert. Gerade Südfrüchte aus wärmeren Gefilden bewahrt man nicht im Kühlschrank auf. Selbst heimische Produkte wie Äpfel, Birnen, Gurken und Tomaten brauchen keine kalte Lagerung. Ganz im Gegenteil: bei Kälte verlieren sie schnell ihren Geschmack und ihre Konsistenz. Für die Aufbewahrung von ihnen bietet sich ein schattiges Plätzchen in der Küche an.

Die Kühlschranktür richtig einräumen

Mit den Fächern der Kühlschranktür verhält es sich wie mit dem gesamten Kühlschrankinneren. Im oberen Bereich herrschen warme Temperaturen, nach unten kühlt es sich ab. Lebensmittel, die nicht schnell verderben, finden in den oberen Fächern der Kühlschranktür ihren Platz. Eier sind hier zum Beispiel gut aufgehoben.

Für Getränke bietet die Kühlschranktür im unteren Bereich größere und speziell für sie vorgesehene Fächer. Bier und Cola erhalten in diesem Bereich der Tür die richtige Trinktemperatur.

Länger haltbar im Gefrierschrank

Wer über eine Gefriertruhe oder ein großes Gefrierfach im Kühlschrank verfügt, besitzt eine hervorragende Alternative, frisches Fleisch oder Fisch bei -18 Grad deutlich haltbarer und länger aufzubewahren.

Kühlschrank richtig nutzen und Energiesparen

Häufiges und langes Offenstehen der Kühlschranktür erhöht die Temperatur im Inneren des Gerätes. Das belastet ebenfalls den Kühlkreislauf und die Brieftasche. Tiefkühlgut kann man gut im Kühlschrank auftauen. Das dauert zwar länger, aber so können sich keine Keime bilden und die Konsistenz bleibt erhalten.

Kühlschrank regelmäßig abtauen

Eine Eisschicht an den Wänden des Tiefkühlfachs oder an den Kühlstreben des Tiefkühlschranks wirkt wie eine zusätzliche Isolierung. Ihre Leistung wird nicht mehr optimal in das Kühlschrankinnere abgegeben. In der Folge erhöht das Gerät automatisch die Leistung, um die Temperatur zu halten. So entstehen enorme Mehrkosten! Es empfiehlt sich, den Kühlschrank oder Tiefkühlschrank regelmäßig abzutauen um so eine effiziente Kühlung zu garantieren.

Auf die Effizienz-Klasse achten und Energie sparen

Wer beim Kauf eines neuen Kühlschranks auf das sogenannte Effizienz-Label achtet, spart viel Energie. Das wirkt sich positiv auf die Stromrechnung aus.

Seit 1. Juli 2012 müssen alle neuen Kühlgeräte mindestens die Energieeffiziensklasse A+ vorweisen. A-Geräte ohne das +-Zeichen dürfen Händler nicht mehr anbieten. Stand noch vor wenigen Jahren A+ für besondere Energieeffizienz, kennzeichnet es inzwischen Geräte mit einem drittklassigen Verbrauch. Nach heutigen Maßstäben kühlen Geräte mit der Kennzeichnung A++ und A+++ besonders sparsam. Eine Beratung zum richtigen Gerät bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unter www.deutschland-machts-effizient.de.