Tipps für die Grundreinigung

Die Tage werden länger und die Sonne hat sich endlich durchgekämpft. Wie jedes Frühjahr wird nun allerorts geschrubbt und gereinigt, was das Zeug hält. Ein gründlicher Frühjahrsputz bedeutet oft auch große Belastungen für die Umwelt. Aggressive Reiniger und Chemie satt sollen den Dreck eines ganzen Kalenderjahres ausmerzen. Das muss nicht sein! Pünktlich zu Beginn der heißen Putzphase zeigen wir Ihnen, wie Sie das Haus blitzblank wienern, ohne die Natur zu belasten.

Mikrofaser statt endlosem Schrubben

Mikrofaser

Mechanisches Reinigen ist günstiger und umweltfreundlicher als der Einsatz von „Chemiekeulen“. Um nicht zu oft und zu stark drüberwischen zu müssen, empfiehlt es sich, stark verschmutzte Stellen vorher einzuweichen. Danach lässt sich der Schmutz oft mühelos mit einem Mikrofasertuch beseitigen. Diese Spül- und Bodentücher entfernen Dreck durch ihre spezielle Faserstruktur viel besser als herkömmliche Putzlappen.

Vorsicht ist nur bei empfindlichen Armaturen geboten: Hier können Mikrofasertücher Kratzer hinterlassen. Schmutzige Mikrofasertücher können Sie bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen – lieber ohne Weichspüler, der ihre mechanisch wirksame Faserstruktur beeinträchtigen würde.

Keimkiller: Oft nur überflüssige Kraftmeierei

Bei der Wahl des passenden Reinigungsmittels bloß nicht übertreiben! Wer in einem normal hygienischen Haushalt lebt, muss nicht zu Keimkillern greifen. Ein paar Bakterien sind harmlos. Die „Powerreiniger“ hingegen schaden mehr, als sie nützen. Sie reizen Haut und Atemwege, können Ekzeme und Allergien auslösen. Wer antibakterielle Putzmittel einsetzt, belastet nicht nur unnötig die Haushaltskasse. Er schädigt seinem Immunsystem und der Umwelt.

Einer für alles: Der Allzweckreiniger

PutzenGewusst

Greifen Sie lieber zu Allzweckreinigern. Die kosten nur die Hälfte und ihre Einsatzmöglichkeiten sparen jede Menge Platz im Putzschrank. Die „Allrounder“ sind aufgebaut auf saurer, neutraler oder alkalischer Basis. Säure hilft gegen Kalk, die alkalische Lauge gegen Fett. Achten Sie beim Kauf auf die Inhaltsstoffe: Ein Allzweckreiniger sollte keine Lösungsmittel, Chloride, Salmiak oder Formaldehyd enthalten. Diese Substanzen sind schädlich – für die Natur und für Ihre Gesundheit.

Seien Sie unbedingt vorsichtig bei der Dosierung. Weniger ist oft mehr, so auch bei Allzweckreinigern. Um das Ergebnis zu optimieren, geben Sie nur einen kleinen Spritzer in das Putzwasser. So reinigen die Putzmittel besser und hinterlassen auf der Flächen weniger Streifen und Schmierfilme.

Öko statt Chemie

Zitrone

Wer der Umwelt etwas Gutes tun will, setzt stattdessen auf Öko-Reiniger. Sie enthalten keine chemischen Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Phosphate oder Enzyme, dafür waschaktive Substanzen (Tenside) aus pflanzlichen Rohstoffen, z. B. Kokosöl. Deshalb sind sie besonders für Allergiker geeignet. Zwar kosten sie etwas mehr als übliche Putzmittel, aber sie säubern genauso effektiv und pflegen zudem die Oberflächen optimal.

Ebenso überflüssig wie chemische Reinigungsmittel sind Entkalker. Hier hilft Essigsäure. Wenn Ihnen der intensive Essig-Geruch zu streng ist, greifen Sie zu Zitronen. Sie sind ebenso wirkungsvoll und versprühen gleichzeitig einen angenehmen Frühlingsduft. Wasserkocher und Kaffeemaschine lassen sich besonders gut mit Zitronensäure von der Kalkschicht befreien. Einmal sauber und gereinigt, verbrauchen die Geräte zudem weniger Energie und Ihre Haushaltskasse lacht.

Mit dem Frühjahrsputz Strom sparen

Auch moderne, hocheffiziente Kühlschränke können sich mit der Zeit als wahre Stromfresser entpuppen: Weist der Kühlschrank eine Eisschicht auf, muss er unnötig stark kühlen. Dann ist es höchste Zeit, ihn zu entleeren und abzutauen. Wenn Sie nun noch die Lüftungsgitter und die Rückseite abstauben, funktioniert das Gerät wieder effizient. Noch einmal ein paar Euro gespart.

Energiesparen mit dem Staubsauger

Beim

Auch beim Saugen lässt sich umdenken. Früher überboten sich die Hersteller gegenseitig mit hohen Leistungszahlen von über 2.000 Watt. Doch seit die EU-Öko-Designrichtlinie neue Staubsauger auf 1.600 Watt gedrosselt hat, ist das anders. Denn ein Staubsauger saugt nur dann gut, wenn all seine Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Oder mit anderen Worten: Es kommt nicht auf hohe Wattzahlen, sondern auf die Saugleistung, die Düse, das Filtersystem und die Bauweise des Staubsaugers an.

Wichtig beim Frühjahrsputz: Tests der Stiftung Warentest zeigen, dass 1.200 Watt vollkommen reichen, um Krümel, Haare und Staub problemlos zu entfernen. Gut für den Geldbeutel: Denn je mehr Watt ein Gerät hat, desto mehr Strom verbraucht es auch.