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Ausbau der Stromnetze

Ab in den Süden!

Energiewende im Dilemma: Im Norden erzeugt der Wind massenhaft Energie, die Abnehmer sind im Süden. Mögliche Lösung sind Stromtrassen quer durchs Land.

Vor einigen Jahren war die Energieversorgung in Deutschland noch gut überschaubar: Große Kohle- und Kernkraftwerke erzeugten Strom für umliegende Ballungsräume und die dortigen Industriebetriebe.

Mit der Energiewende änderte sich die Kraftwerkslandschaft dramatisch. Die Netzbetreiber müssen Tausende neuer Kraftwerke integrieren, vom Windpark über Biogasanlagen bis zu den Fotovoltaikzellen auf dem Einfamilienhaus. Hinzu kommt: Die geplante Abschaltung der Kernkraftwerke macht die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen zu energiearmen Regionen.

Die Lösung des Problems: Stromautobahnen

Vier Hochspannungs- Gleichstrom-Leitungen (A, B, C und D) sollen in Zukunft Strom vom Norden in den Süden bringen. Beim Korridor A muss die Leitung von der Küste bis Osterath (rot) neu gebaut und die weiterführende Stromverbindung ausgebaut werden

Niedersachsen und Schleswig-Holstein produzieren dagegen dank stetigem Wind und vieler Windräder Strom in Hülle und Fülle. Lösung des Problems: Der Windstrom muss vom Norden in den Süden Deutschlands transportiert werden. Erledigen sollen das vier sogenannte Stromautobahnen. Die Hochspannungs- Gleichstrom-Leitungen in Korridor A (siehe Grafik rechts) werden Strom aus der windreichen niedersächsischen Tiefebene über Nordrhein-Westfalen nach Baden-Württemberg bringen. Dass zwischen Osterath und Philippsburg bereits eine Trasse besteht, erleichtert den Zubau.

Großer Widerstand

Korridor B soll Strom von Niedersachsen nach Hessen und Trasse C Energie von Schleswig-Holstein über Bayern ins Badische transportieren. Mit Stromkorridor D erhält Bayern einen weiteren Energiebypass von Sachsen-Anhalt aus, den die Bundesregierung wegen starker Proteste der Anwohner jedoch vorerst auf Eis legte. Kommen soll die Stromtrasse D trotzdem – nur mit geänderter Linienführung und Start in Norddeutschland statt bei Halle.

Doch der Widerstand zeigt Wirkung, inzwischen denken die Verantwortlichen über eine Erdverkabelung nach. Es bleibt spannend mit Deutschlands Hochspannungsleitungen.


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