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Verkehr

Weltpremiere: Die erste e-mobile Fähre

In Norwegen ist eine vollelektrische Auto- und Passagierfähre unterwegs. Sie fährt mit Strom aus Wasserkraft.

Die sechs Kilometer über den Sognefjord zwischen den norwegischen Ortschaften Lavik und Oppedal schafft die "Ampere" in 20 Minuten. Der nahezu lautlose Koloss pendelt 34 Mal am Tag und transportiert dabei bis zu 360 Passagiere und 120 Fahrzeuge. Die Fähre gilt als Meilenstein auf dem Weg zum emissionsfreien Verkehr. Gebaut hat sie die Firma Fjellstrand, Besitzer ist die Reederei Norled.

60 Prozent weniger Treibstoffkosten

Das Schiff ist 80 Meter lang und 20 Meter breit. Weil es aus leichtem Aluminium gebaut ist, wiegt das Wunderwerk des Fährverkehrs nur die Hälfte von konventionellen Schiffen. Zwei Elektromotoren mit je 450 Kilowatt treiben das E-Boot an, der Verbrauch pro Route liegt bei 150 Kilowattstunden. Durch den Wechsel zum Batterieantrieb sinken die Treibstoffkosten um bis zu 60 Prozent.

100 Prozent regenerativ

Das elektrische Antriebssystem "BlueDrive PlusC" und die Ladestationen kommen von Siemens. "Schon seit über 100 Jahren gibt es batteriebetriebene U-Boote, die rein elektrisch fahren", sagt Odd Moen von Siemens. "Da haben wir uns gefragt: Warum kann man dieses Antriebskonzept nicht an die Oberfläche bringen?" Mit der neuen Fähre ist es den Entwicklern jetzt gelungen.

Wegen des schwachen Stromnetzes in der Region ist das Gefährt zusätzlich mit drei Batteriepakete aus Lithium-Ionen-Akkus ausgerüstet: eines ist an Bord und je eines als Zwischenspeicher in jedem Hafen. Die beiden Zwischenspeicher versorgen die Fähre während der Wartezeit mit Strom. Die Fähre fährt 100 Prozent regenerativ: Der Strom stammt aus Wasserkraft.


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