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Mikro-Blockheizkraftwerk

Strom und Wärme: Eines für alles!

Gleichzeitig Strom und Wärme daheim erzeugen: Mikro-Blockheizkraftwerke machen es möglich. Sie arbeiten klimaschonend und effizient. Der Staat fördert die Kraftpakete mit üppigen Zuschüssen.

Energiewende von unten

Immer mehr Privathaushalte produzieren ihren Strom jetzt selbst – im eigenen Heizungskeller. Experten nennen den Trend „Energiewende von unten“. Möglich machen das sogenannte Blockheizkraftwerke (BHKW), die es inzwischen auch als erdgasbetriebene Kleinstanlagen für Einfamilienhäuser gibt. Die nennen sich Mikro- oder Nano-BHKW und sind so groß wie eine Waschmaschine oder sogar noch kleiner. Sie arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung: Ein Erdgasmotor treibt einen Generator an, der Strom produziert. Dabei entsteht automatisch Wärme für Heizung und Warmwasser.

Klug kalkulieren

Noch kosten Mikro-BHKW (auch „Strom erzeugende Heizungen“ genannt) im Vergleich zu herkömmlichen Heizkesseln viel Geld. Ohne Installationskosten beginnen die Anschaffungspreise der Geräte bei rund 10.000 Euro. Deshalb raten Experten, die Investition gut durchzukalkulieren. Damit eine Anlage wirtschaftlich arbeitet, muss sie viele Stunden im Jahr laufen. Und das hängt entscheidend vom Wärmebedarf ab. Als Faustregel gilt: Der Verbrauch sollte mindestens bei rund 15.000 Kilowattstunden Erdgas oder 1.500 Litern Heizöl im Jahr liegen.

Klimaschutz zu Hause

Im Vergleich zur getrennten Strom- und Wärmeerzeugung senkt das Mikro-BHKW den Energieverbrauch um etwa ein Drittel. Sein Wirkungsgrad liegt bei mehr als 90 Prozent, der allergrößte Teil des Brennstoffs wird in nutzbare Energie umgewandelt. Weil die Umwelt vom bis zu 40 Prozent geringeren CO2-Ausstoß profitiert, fördert der Staat den Ausbau der Technik mit attraktiven Fördergeldern.



Das rechnet sich: Zuschüsse vom Staat kassieren

Förderprogramm BAFA
Die Betreiber effizienter KWK-Anlagen bis 20 Kilowatt elektrischer Leistung bekommen einen Investitionszuschuss zwischen 1500 und 3500 Euro – je nach Größe der Anlage. Pro Kubikmeter Wärme- oder Kältespeicher gibt es zusätzlich 250 Euro.

Einspeisevergütung nach Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)
Egal ob selbst verbraucht oder eingespeist – Strom aus KWK-Anlagen wird wahlweise für zehn Jahre oder 30.000 Betriebsstunden mit 5,41 Cent je Kilowattstunde (kWh) vergütet. Dazu kommt eine Vergütung nach dem Basislaststrom-Durchschnittspreis an der Leipziger Strombörse, der 2012 bei 4,3 Cent je kWh lag. Auch für vermiedene Netzkosten gibt es einen Ausgleich, der üblicherweise zwischen 0,4 und 1,5 Cent je kWh pendelt.

Steuervorteile
Stromsteuerbefreiung in Höhe von 2,05 Cent für jede selbst verbrauchte kWh plus Energiesteuer-Rückerstattung für gekauftes Erdgas in Höhe von 0,55 Cent je kWh und gegebenenfalls Vorsteuer-Rückerstattung bei Gewerbeanmeldung.


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