Fracking verursacht Erdbeben

Vergangenes Jahr erschütterte ein Erdbeben der Stärke 4,4 den Nordosten Kanadas. Der Sender CBC berichtet jetzt, dass die Naturkatastrophe eindeutig auf eine Ursache zurück zu führen ist: Das Fracking. Arbeiten einer kanadischen Tochtergesellschaft des malaysischen Öl- und Gasriesen Petronas seien verantwortlich. Das Erdbeben sei durch Einspritzen von Flüssigkeit ausgelöst worden.

Weitere Beben in Kanada und den USA

Das Ergebnis stützt die Annahme vieler Naturschützer, dass Fracking unkalkulierbare Risiken für die Natur mit sich bringt. Dem Bericht zufolge steht ein weiteres Erdbeben im Juli 2014 mit Bohrungen der Petronas-Tochter in Verbindung. Auch in den USA war bei einer Reihe von Erdbeben der Verdacht aufgekommen, dass Fracking die Ursache sein könnte.

Mögliche Gefahr für Deutschland?

Beim Fracking werden Erdöl und Erdgas mithilfe einer Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien gefördert. Die Lösung wird dabei in den Boden gepresst. In Deutschland ist die Methode – mit einigen Einschränkungen – erlaubt.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) äußerte sich pragmatisch zu dem Beschluss: „Auch wenn ich mir keine energiepolitischen Vorteile vom Fracking verspreche, kann ich es der Forschung und Wissenschaft nicht verbieten, die Technik weiter zu entwickeln. Dagegen steht der verfassungsrechtliche Grundsatz der Forschungsfreiheit und der Verhältnismäßigkeit,“ sagte sie im Interview. Allerdings betonte sie auch: Der Schutz der Gesundheit und der Schutz des Trinkwassers haben absolute Priorität. Fracking im Stil der USA ist hierzlande nicht geplant.