Batteriezellenfertigung in Deutschland und Europa

Knapp 30 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Batteriezellen sollen bis 2030 aus deutscher und europäischer Produktion gedeckt werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat im Rahmen der „Vernetzungskonferenz Elektromobilität“ in Berlin ein Thesenpapier vorgestellt. Darin ist er sich mit Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maros Sefcovic, einig: Die Batteriezellenfertigung ist eine Schlüsseltechnologie der Zukunft, die enorme Wertschöpfungseffekte sowohl für die deutsche als auch für die europäische Wirtschaft ermöglicht.

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Zum Aufbau der Produktion

Der Minister verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2021 eine Milliarde Euro aus dem deutschen Energie- und Klimafonds für die Anschubfinanzierung zum Aufbau einer Batteriezellenproduktion bereit zu stellen. Altmaier betonte, dass das Geld bereits dafür reserviert sei. Auch Sefcovic sagte einer Anschubfinanzierung aus EU-Töpfen zu. Konkrete Namen von Unternehmen sind auf der „Vernetzungskonferenz Elektromobilität“ nicht gefallen, allerdings stehen drei Konsortien bereit. Zwei Konsortien sind bereits in ganz Europa aufgestellt, bei dem dritten geht man ebenfalls in naher Zukunft davon aus.

Erste Produktionslinien ab 2021

„Ich gehe davon aus, dass man das (…) im Zeitraum von zwei Jahren hochfahren kann“, sagt Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Ende des ersten Quartals plant er konkrete Investitions- und Standortentscheidungen, so dass dann die ersten Produktionslinien ab 2021 verfügbar sein könnten. Mögliche Standorte in Deutschland sieht die Regierung vor allem in Braunkohleregionen. Bei der Standortfrage gibt es großes Interesse auch von Seiten Frankreichs, Polens und Österreichs. „Wir sind uns einig, dass Teile in verschiedenen Ländern produziert werden können“, so Altmaier.