Bio-Hülle mit Plastik-Fülle

Biomüll zählt als nachhaltige Alternative gegenüber herkömmlichen Dünger. Forscher fanden nun Mikroplastik im Naturdünger.

Dass das Meer bereits mit Mikroplastik verunreinigt ist, ist heutzutage nichts Neues mehr. Forscher der Universität Bayreuth machten nun einen erschreckenden Fund: Biomüll ist gar nicht so nachhaltig, wie wir denken.

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900 Kunststoffpartikel pro Kilogramm

Eine Studie von Nicolas Weithmann und Christian Laforsch bestätigt: Alle untersuchten Dünger aus organischen Lebensmitteln enthalten Mikroplastik. Und das nicht zu knapp: bis zu 900 Kunststoffpartikel pro Kilogramm Naturdünger. In einer Biogasanlage für Ökodünger aus Haushaltsabfällen, lag die Anzahl der Plastikpartikel bei 146 pro Kilogramm. Bei einer Anlage, die Abfälle aus der Industrie bezieht, sogar bei 895.

Folgen aus der Kreislaufwirtschaft

Dünger aus Kompost sowie Biomüll stellt eine bisher vernachlässigte Quelle für Mikroplastik in der Umwelt dar. Denn nicht nur über das Meer kommen letztendlich Kunststoffpartikel auf unsere Teller, sondern auch über Biodünger auf unseren Feldern. Welche Folgen das auf die menschliche Gesundheit haben kann, ist bislang noch nicht untersucht worden. Eine exaktere Mülltrennung könnte das Mikroplastik aber von den Feldern verbannen.