Carsharing – neues Gesetz, neue Chance?

Einen Parkplatz zu suchen ist lästig, besonders wenn man ein Auto mietet und pro Minute bezahlt. Das neue Carsharing-Gesetz soll Abhilfe leisten.

Am 1. September ist das neue Carsharing-Gesetz in Kraft getreten. Es ermöglicht Kommunen speziell reservierte und kostenlose Parkplätze für geteilte Fahrzeuge zu markieren, ähnlich den Parkflächen für Taxen und Einsatzfahrzeuge. Doch ohne Diskussionen wird das Gesetz nicht von allen Bürgern angenommen.

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Des einen Glück ist des anderen Leid

Der Freude der Carsharing-Nutzer, steht der Widerstand der Anwohner gegenüber. Denn diesen wird möglicher Parkraum genommen und das ohne aufwendiges rechtliches Verfahren. Mit dem neuen Gesetz muss der öffentliche Straßenraum nicht extra entwidmet werden, sondern wird ausschließlich für das Carsharing reserviert. Dadurch soll die regelmäßige Nutzung der Portale für geteilte Autos gefördert werden.

Platzsparende Wirkung

Trotz steigender Nutzerzahlen in den Sharing-Netzwerken, hat sich das Teilen der Fahrzeuge in der Praxis bisher noch nicht durchgesetzt. Zumindest nicht bei den Anbietern, die keinen festen Stellplatz vorweisen. Studien zufolge ersetzt ein Carsharing-Auto drei private Autos, die jeweils nur eine Stunde pro Tag bewegt werden. Bei Anbietern mit festen Parkräumen, sind sogar bis zu 20 Privatwägen überflüssig. Der so dazu gewonnene Raum könnte für Grünanlagen oder Radwege genutzt werden.