Deutschland: Energieverbrauch sinkt

Der Gas- und Stromverbrauch in Deutschland ist in diesem Jahr gesunken. Grund dafür war nicht die steigende Sparbereitschaft, sondern die schwache Auslastung der Industrie.

Die Energiewirtschaft lieferte in den ersten drei Quartalen 2012 mit 606 Milliarden Kilowattstunden (kWh; 2011: 615 Mrd. kWh) knapp zwei Prozent weniger Erdgas als im Vorjahr. Auch der Stromverbrauch ging im selben Zeitraum um fast zwei Prozent auf 382 Milliarden kWh (Vorjahr: 389 Mrd. kWh) zurück.

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Das meldete der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) nach ersten Erhebungen.

Grund: Geringere Auslastung der Industrie

Der Grund für den Rückgang war nicht eine steigende Bereitschaft der Deutschen, Energie zu sparen. Vor allem die schwächere Auslastung der Industrie habe die Nachfrage nach Strom gedrückt, teilte der BDEW mit. Besonders in den stromintensiven Branchen hätte es in den ersten neun Monaten deutliche Produktionsrückgänge gegeben.

Zudem wurde nach Angaben des Branchenverbandes weniger Erdgas in den Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt. Der Kälteeinbruch im Februar, der Schalttag sowie der im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühlere April konnten den rückläufigen Brennstoffeinsatz in der Stromerzeugung nicht ausgleichen.

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