Die Biomülltonne

Hobbygärtner sammeln Bioabfall meist getrennt, um daraus Komposterde zu produzieren. Kommunen stellen für organische Abfälle eigene Mülltonnen auf

Was Hobbygärtner in Eigenregie erledigen – das Kompostieren der Bioabfälle –, haben manche Kommunen als Möglichkeit entdeckt, ein Geschäft anzukurbeln. Kommunale Wertstoffhöfe verarbeiten den Inhalt von Biomülltonnen zu Komposterde und verkaufen sie. Was zählt zum Biomüll? Auf jeden Fall organische Abfälle wie Pflanzenschnitt oder ungekochte Lebensmittel wie z.B. Kartoffelschalen.

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Kompost oder nicht Kompost?

Abhängig davon, wie der Müll in einer Gemeinde weiterverarbeitet wird, dürfen die Bürger auch gekochte Speisereste in die Biomülltonne werfen oder eben nur rohes Obst oder Gemüse. Beachten Sie bitte die einschlägigen Richtlinien ihrer Kommune. Fleisch, Speiseöl und Fritierfett haben dagegen im Biomüll prinzipiell nichts zu suchen. Sie gehören auch nicht in den Abfluss, sondern in die Restmülltonne. Wer aus dem Bioabfall selbst Kompost herstellt, sollte gekochte Essensreste unbedingt vermeiden, weil sie Nagetiere anlocken. Auch gespritzte Obstschalen, Öl und Fett, Knochen und Asche haben nichts auf dem Kompost zu suchen. Ausnahme: Wer einen geschlossenen Thermo-Kompostierer nutzt, kann hier auch Brot, Nudeln und andere gekochte Reste verwerten.