Ein Check im Sommer spart Kosten im Winter

Der Sommer ist ein guter Zeitpunkt, um die Heizanlage zu überprüfen. Wer Heizungswartung und -check in einem Aufwasch erledigt, spart Zeit und Geld.

Auch wenn jetzt noch niemand gern an den nächsten Winter denkt – er kommt gewiss. Damit die Heizung fit ist, bis es wieder kälter ist, sollte sie im Sommer überprüft werden. Es lohnt sich für Hauseigentümer, rechtzeitig einen Fachmann für einen Heizungscheck zu beauftragen, empfiehlt das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau. „Der Heizungsspezialist führt, wenn nötig, einen hydraulischen Abgleich durch, prüft beispielsweise, ob die Heizungspumpe erneuert werden sollte und stellt die Heizungsanlage auf den persönlichen Bedarf ein“, erklärt Petra Hegen von Zukunft Altbau. Oft rechnen sich die kleinen Investitionen nach ein bis drei Jahren. Bis zu 15 Prozent der Betriebskosten können nach der technischen Prüfung gespart werden.

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Wartungstermin nutzen

Besonders günstig ist es, einen Heizungscheck durchzuführen, wenn der Techniker ohnehin zur Heizungswartung im Haus ist. Das spart Anfahrtskosten. Außerdem erübrigen sich manche Schritte für den Heizungscheck, die bereits bei der Wartung erledigt werden. Bei der Heizungswartung inspiziert ein Techniker alle Bestandteile der Anlage im Keller. „Dazu gehören unter anderem der Kessel, der Brenner, Verschleißteile wie Düsen und Filtereinsätze, die Heizungspumpe sowie die Regelung“ erläutert Gerhard Freier von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg. „Eine regelmäßige Reinigung und der Austausch von verschlissenen Komponenten erhalten die Sicherheit der Anlage und sichern einen effizienten Betrieb.“

Für den hydraulischen Abgleich und den Einbau neuer Heizungspumpen gibt es seit 1. August 2016 eine eigene Förderung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Viele Heizungen zu alt

In privaten Haushalten entfallen rund zwei Drittel der Energiekosten auf das Heizen. Ist eine Heizungsanlage nicht gut eingestellt oder veraltet, benötigt sie deutlich mehr Brennstoff als nötig. Eine Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft zum Alter von Heizungsanlagen besagt: Das Durchschnittsalter deutscher Heizungen liegt bei 16,6 Jahren. Das Einsparpotenzial ist daher beträchtlich. Hamburg hat mit 22,0 Jahren die ältesten Kessel. Heizungen in Baden-Württemberg sind im Schnitt 18,4 Jahre alt. Das Saarland verfügt über die modernsten Heizungsanlagen. Dort beträgt das Alter im Mittel „nur“ 15,0 Jahre.

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