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EU vereinfacht Energielabel

Um mehr Klarheit für den Verbraucher zu schaffen, wird es bei Energielabeln für Elektrogeräte künftig keine Zwischenstufen mehr geben.

85 Prozent der Europäer achten inzwischen darauf, möglichst energiesparende Geräte zu kaufen. Um die Suche nach solchen zu erleichtern, gibt es die Energielabel der EU. Derzeit reicht das Effizienz-Rating von A+++ bis D. Allerdings ist vielen Verbrauchern nicht klar, dass der Unterschied zwischen A+++ und A++ etwa genauso groß ist wie zwischen A und B. Ein Gerät mit Wertung A ist also deutlich unter dem Optimum. Um für mehr Transparenz zu sorgen, will die EU nun wieder auf die alte Skala von A bis G umstellen.

Die neue alte Skala

A soll zukünftig für die energieeffizientesten Geräte am Markt stehen und G für die größten Stromschlucker. Diese Kategorien gab es auch früher schon. Als moderne, sehr stromsparende Geräte auf den Markt gekommen sind, wurden die zusätzlichen Pluszeichen eingeführt. Das Label selbst existiert bereits seit 20 Jahren. Geplant ist auch eine Datenbank zur Produktregistrierung. Diese soll die Kontrolle der vergebenen Etiketten für die zuständigen Behörden erleichtern.

Eine langfristige Ersparnis

Die neuen Labels werden voraussichtlich erst Ende 2019 in den Geschäften zu finden sein. Die EU-Mitgliedsländer und das Europa-Parlament müssen der Umstellung erst noch zustimmen. 15 Monate danach soll sie in Kraft treten. Im darauf folgenden Jahr kennzeichnen die neuen Energieklassen die Produkte in den Läden. Die EU hofft, dass Verbraucher in Zukunft mehr sparen und Hersteller und Händler mehr Umsatz verzeichnen. Nach Angaben der zuständigen EU-Kommission können Haushalte mit besseren Labeln und effizienteren Geräten jährlich fast 500 Euro Strom sparen.