Intelligente Straßenbeleuchtung

Norwegische Kleinstadt testet neue energiesparende Technologie bei Straßenbeleuchtung.

Eine norwegischen Gemeinde in der Nähe von Oslo hat auf einer etwa neun Kilometer langen Strecke 220 Laternenmasten mit Radarsensoren installiert. Diese erkennen Autos, Radfahrer und Fußgänger und verstärken die Helligkeit der Beleuchtung. Ist die Straße leer wird das Licht um 80 Prozent gedimmt.

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70 bis 80 Prozent Energieeinsparung

Ottar Bjørnstad, Chefingenieur beim Norwegischen Straßenverkehrsamt, sagt: „Wir glauben, dass wir auf verkehrsarmen Straßen wie der Utstranda viel einsparen können, vielleicht 70 bis 80 Prozent. Bei solch großen Energieeinsparungen hat sich die Investition bereits in etwa viereinhalb Jahren amortisiert. Und die Lebensdauer der technischen Ausstattung beträgt 15 bis 20 Jahre“. Nach ersten Tests können bis zu 2.100 Kilowattstunden (kWh) pro Woche eingespart werden.

Massive Einsparung in Europa

Die Technologie kann überall dort eingesetzt werden, wo eine Straßenbeleuchtung aus Sicherheitsgründen notwendig, das Verkehrsaufkommen aber gering ist. Ein EU-Projekt hat von 2006 bis 2008 etwa 20.000 adaptive Straßenlaternen installiert und in einer Projektstudie ermittelt, dass in Europa bis zu 38 Milliarden kWh Energie eingespart werden können, wenn neue Anlagen installiert beziehungsweise bestehende Anlagen mit adaptiver Beleuchtung nachgerüstet würden. Das ergibt eine Einsparung von fast 64 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs für Straßenbeleuchtung.