Mehr Müll landet im Meer

1950 wurden weltweit rund 1,5 Millionen Tonnen Plastik produziert. Heute sind es fast 350 Millionen Tonnen. Zu viel davon landet jedes Jahr im Meer.

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Und für die meisten gehört die Fahrt oder der Flug ans Meer zum Sommerurlaub einfach dazu. Das blaue, klare und saubere Meer sowie die frische Luft unter der warmen Sonne lassen den Alltagsstress vergessen. Doch so sauber, wie es scheint, ist das Meer vielerorts leider nicht mehr.

Anzeige

Millionen Tonnen Müll schwimmen in den Weltmeeren

Jedes Jahr werden 10 Millionen Tonnen Müll in die Weltmeere gespült, 75 Prozent davon sind Kunststoff. Plastiktüten, die achtlos am Strand liegen gelassen werden, oder Hinterlassenschaften von Schifffahrt und Fischerei finden ihren Weg ins Meer. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) geht davon aus, dass auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche bis zu 18.000 Plastikteile schwimmen. Doch auch hier ist nur die Spitze des Eisbergs zu sehen, denn 70 Prozent des Plastikmülls sinken auf den Meeresboden.

Fatale Auswirkungen auf Tierwelt

Die Auswirkungen für Meeresvögel und Meeressäuger sind enorm und kosten jedes Jahr hunderttausenden von ihnen das Leben. Um dem hohen Verbrauch an Plastiktüten entgegenzutreten, entscheiden sich mittlerweile immer mehr Lebensmittel- und Einzelhändler, auf die günstigen Einwegtüten zu verzichten. Auch jeder Strandbesucher kann seinen eigenen Beitrag leisten und mitgebrachtes Verpackungsmaterial selbst entsorgen.