Elektroautos könnten schon 2022 wettbewerbsfähig sein

Forscher am Imperial College London (ICL) prognostizieren die Konkurrenzfähigkeit von E-Autos mithilfe eines neuen Tools.

Ein neu entwickeltes Analyse-Tool hilft den Wissenschaftlern am Imperial College London (ICL) abzuschätzen, wann Elektroautos mit Benzinern mithalten können. Es nutzt eine große Datenbasis, um die Kostenentwicklung von Energiespeichertechnologien vorherzusagen.

Energiespeicher als Schlüsselfaktor

Das ICL-Team kommt zu dem Ergebnis, dass E-Autos selbst angesichts des aktuell geringen Ölpreises spätestens 2034 wettbewerbsfähig werden. Bei einer sehr günstigen Preisentwicklung für Akkus könnte es bereits 2022 so weit sein. Ein weiterer entscheidender Faktor ist, wie gut das Tesla Model 3 auf dem Markt ankommt. Der kalifornische Hersteller hatte im Juli 2017 angekündigt mit dem kompakten Elektroauto Model 3 in Serienproduktion zu gehen.

Akkus statt Atomkraft

Mithilfe des Tools analysierten die ICL-Forscher außerdem, ob sich der Bau des neuen Atomreaktors Hinkley Point C an der britischen Südwestküste lohnt. Nach der Fertigstellung 2025 soll dieser 3,2 Gigawatt (GW) Strom produzieren. Laut ICL würde eine Investition der gleichen Summe in Lithium-Ionen-Akkus die britischen Speicherkapazitäten bis 2025 mehr als verzehnfachen.