Neue Technik zur Radioaktivitätsmessung

Zur nuklearen Sicherheit wurde die Radioaktivitäts-Messstation auf dem Schauinsland mit neuester Technik ausgestattet.

Deutschland verfügt bereits über eine der weltweit besten Stationen zur Messung von Radioaktivität in der Luft. Mit einem neuen Messgerät sollen jetzt auch geringste Konzentrationen radioaktiver Stoffe erfasst werden können. Eingeweiht wurde die neue Messtechnik am 30. Oktober 2018 auf dem Schauinsland bei Freiburg.

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Radioaktivität weltweit messbar

Die technische Erneuerung in Form eines vollautomatischen Luftsammlers (Radionuclide Aerosol Sampler and Analyzer, RASA) verfügt über eine Vielzahl von Apparaturen und ist in einem eigens dafür errichteten Anbau untergebracht. Sie ist in der Lage, auch die kleinsten Mengen an Radioaktivität in der Umwelt zu messen. Damit sei jeder oberirdische Kernwaffentest weltweit nachweisbar, so Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Bereits der Reaktorunfall in Fukushima im Jahr 2011 setzte radioaktive Spuren frei, die sich über Nordamerika nach Europa ausweiteten und mit der Messstation auf dem Schauinsland gemessen werden konnten. Die Messstation ist eine von weltweit 70 Radionuklidstationen zur Überwachung des internationalen Kernwaffenstopp-Abkommens.

Überwachung des Kernwaffenteststopp-Abkommens

Mit dem neuen Messgerät unterstreicht das BfS seinen Beitrag zur Nichtverbreitung von Kernwaffen. Rita Schwarzelühr-Sutter, Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium, sagt: „Die Kernwaffentests in Nordkorea aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass die Überwachung des Kernwaffenteststopp-Abkommens auch heute noch von großer Bedeutung ist. Hierfür wird modernste Technik benötigt. Es ist zu begrüßen, dass das BfS jetzt über diese Technik verfügt.“